Hochfrequenztechnik: EEEfCOM-Innovationspreis 2009 vergeben

Der diesjährige EEEfCOM-Innovationspreis geht an ein Team des RMIC Research Centers der RWTH Aachen für ihren Beitrag »RF-DAC-basierter Multimode-, Multistandard-HF-Transmitter für den Mobilfunk«.

Die Idee: Damit ein Mobiltelefon in jedem Land der Welt funktioniert, muss es viele Funkstandards unterstützen, WLAN und Bluetooth beherrschen sowie verschiedene Frequenzbänder unterstützen. Das stellt große Anforderungen insbesondere an den Funkteil. »Die Herausforderung ist, wie ein digitalisierter, rekonfigurierbarer Sender auf Basis eines RF-DACs aussehen könnte und wie man ihn in einer modernen CMOS-Technologie mit Strukturgrößen von 40 Nanometer und weniger implementieren kann«, fasst Teammitglied Niklas Zimmermann die Arbeit zusammen. »Wir haben verschiedene Techniken entwickelt, die es erlauben, die hohen Datenraten und Anforderungen zukünftiger Mobilfunkstandards wie LTE und darüber hinaus zu erreichen.«

Neben der innovativen Idee punkteten die Aachener auch in Hinblick auf die praxisrelevante Umsetzbarkeit, einem Hauptkriterium für die Vergabe des Preises: »Hinsichtlich wirtschaftlicher Relevanz hat das vorgeschlagene Vorhaben ein vielversprechendes Potenzial, weil es den Massenmarkt des zukünftigen LTE-Standards und gleichzeitig alle bisherigen Mobilfunkstandards wie z.B. GSM unterstützt«, betont Dr. Nicola Hoogen, Programm Managerin C28 beim Hauptpreis-Sponsor Infineon.

Das zweite Gewinnerteam, ein Konsortium, an dem neben der Duisburger Firma Krohne Messtechnik das Institut für Hochfrequenztechnik und Funksysteme der Leibniz Universität Hannover sowie Mitarbeiter von zwei Instituten der Ruhr-Uni Bochum beteiligt sind, wurde für sein Projekt »Advances in Industrial Radar Level Measurements« ausgezeichnet. Ziel des Projektes ist es, Messperformancesteigerungen von kontaktlosen, verschleißarmen Radar-Füllstandsmesssystemen durch die Entwicklung innovativer Antennenkonzepte zu erzielen - zum einen bei frei abstrahlenden, monostatischen Radarmessungen, zum anderen bei geführten Radarmessungen in so genannten Schwall- bzw. Bypassrohren.