ZVEI Trendanalyse Mikroelektronik: Alles halb so schlimm

Der Einbruch in der Mikroelektronik war heftig, aber vergleichsweise kurz. Die Erholung erfolgte nun ebenso rasch, weshalb für nächstes Jahr bereits wieder zweistellige Zuwachsraten verzeichnet werden dürften.

Nach dem drastischen Einbruch im Jahr 2001 benötigte die Mikroelektronikindustrie gut drei Jahre um wieder auf das alte Niveau zurückzukehren. Der Einbruch gegen Ende des Jahres 2008 und zu Beginn dieses Jahres war zwar ebenso heftig aber dafür auch deutlich kürzer. Vergleicht man die monatlichen weltweiten Umsätze, die mit der Mikroelektronik erzielt werden, hat sich die Lage mehr als nur stabilisiert. Gegen Ende 2009 ist man schon fast wieder auf dem Niveau der Vorkrisenzeit angekommen. Eine Trendwende dieser positiven Entwicklung ist nicht in Sicht. »Wir erwarten, dass der Markt 2010 nicht nochmals einbricht«, so Dr. Barbara Schaden, Vorsitzende der Marktkommission des ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems, bei der Präsentation der »Mikroelektronik – Trendanalyse bis 2013«.

Eines kristallisiere sich allerdings deutlich heraus: Die Mikroelektronik hat sich in den Jahren nach 2001 von einer reifenden in eine reife Industrie verwandelt. Langfristig bedeutet dies, dass die Branche mit deutlich geringeren Wachstumsraten auskommen muss als bislang. Die üblichen 15 Prozent dürften damit endgültig passé sein. In der Trendanalyse wird mit durchschnittlich 7 Prozent spekuliert.

Die interessantesten Charts und Analysen der »Mikroelektronik – Trendanalyse bis 2013« können Sie der folgenden Bildergalerie entnehmen. Das komplette Werk ist gegen eine Schutzgebühr beim ZVEI erhältlich.