ZVEI: Starker Euro schwächt deutschen Halbleitermarkt

Nach Angaben des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie(ZVEI) schwächelt der deutsche Halbleitermarkt 2007, wobei der Höhenflug des Euro gegenüber dem Dollar einen maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hat.

So verzeichnete der Halbleitermarkt in Deutschland im September bei wieder etwas schwächerer Auftragslage etwa denselben Umsatz wie im Vormonat, lag dabei aber zehn Prozent unter dem selben Monat des Vorjahres, nach einem Minus von jeweils vier Prozent (korrigiert) gegenüber den Vorjahresmonaten August 2006 und Juli 2006. 

In den ersten neun Monaten 2007 lag das kumulierte Wachstum in Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei minus vier Prozent. Die Book-to-Bill-Ratio, die das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz kennzeichnet und somit ein Indikator für den mittelfristigen Trendverlauf ist, lag im vergangenen Monat mit 0,97 erneut unter 1,00.

April 2007 0,98
Mai 2007 0,95  
Juni 2007 0,97
Juli 2007 0,97
August 2007 1,01
September 2007 0,97 (vorläufig)
(siehe Abbildung)

Die Umsätze im September konnten die im selben Vorjahresmonat begonnene Aufwärtsbewegung nicht wiederholen, wobei gleichzeitig schwache Auftragseingänge zu verzeichnen waren. Eine Änderung der stagnierenden Umsätze und des geringeren Wachstums ist noch nicht abzusehen.

Die bereits seit einigen Monaten pessimistischen Erwartungen für den deutschen Halbleitermarkt 2007 müssen weiter nach unten korrigiert werden. Ein deutliches Minus ist absehbar. Eine wesentliche Rolle in dieser Entwicklung kommt dabei dem Euro zu, der auf neue Rekordstände gestiegen ist. In Dollar gerechnet liegt Deutschland auch im September im positiven Bereich.

Hinweis: 
Die angegebenen Zahlen beziehen sich mit Ausnahme der kumulierten Werte auf Dreimonatsdurchschnittswerte. Bedingt durch eine Änderung in der Datenerhebung mit Beginn 1999 sind die angegebenen Wachstumswerte bis zu 3 Monate vorläufig, d.h. bis dahin sind Korrekturen zu erwarten.