Wolfson Microelectronics präsentiert kleinsten Codec

Wolfson stellt den kleinsten Codec mit voll differentialfähigem Kopfhörerausgang vor. Der WM8987 ermöglicht in drahtlosen Kopfhörern und anderen tragbaren Geräten ein Stereo-Audio-Erlebnis in Hi-Fi-Qualität.

Wenn heute von großen Fortschritten in der Prozesstechnik die Rede ist, dann denkt man kaum an die Analogtechnik. Doch auch bei den Analog- und Mixed-Signal-Schaltkreisen gibt es technologische Durchbrüche: von kleineren Strukturbreiten und niedrigeren Versorgungsspannungen bei weniger Verlustleistung über kleinere Gehäuse hin zu niedrigeren Preisen. Dabei steigen ständig die Anforderungen: höhere Auflösung und Genauigkeit, höhere Umsetzungsraten sowie geringere Fehler stehen im Pflichtenheft.

Wolfson hat den Baustein speziell für Bluetooth-A2DP-Anwendungen (Advanced Audio Distribution Profile) konzipiert sowie für vergleichbare proprietäre Methoden, um Hi-Fi-Stereo-Qualität in drahtlose Kopfhörer zu bringen. Bei 1,8 V erreicht der Baustein das gleiche Audiovolumen wie größere Bauelemente bei 3,3 V. Da die Kopfhörerlasten differentiell getrieben werden, kann beim WM8987L auf den Ausgangskondensator verzichtet werden, was Platz auf der Leiterplatte und Stücklistenkosten spart, gleichzeitig die Bassresonanz verbessert und die Batterielebensdauer verlängert.

Der WM8987L hat ein Signal-Rausch-Verhältnis von 87 dB(a) zum Aufnehmen und 95 dB für das Playback bei 1,8 V. Bass Boost auf dem Chip, Klangregler und 3D-Enhancement verbessern die empfundene Klangqualität. Dank des implementierten »Granular Power Management« werden nicht genutzte Sub-Schaltkreise stillgelegt, um die Batterielebensdauer zu verlängern. Vier flexible analoge Eingänge senken das Rauschen durch die differentiale Mikrofonverbindung. Die Eingänge unterstützen auch ein analoges Line-In für einen FM-Tuner auf der Leiterplatte. Der WM8987L ist ab sofort im 4 x 4 x 0,75 mm großen COL-QFN-Gehäuse mit 28 Ausgängen verfügbar und kostet 1,71 Dollar (ab 10.000 Stück).

Hochvolt-MOSFETs und komplementäre Bipolartransistoren

Neben den Hochvolt-MOS-Schaltkreisen können ICs in iCMOS-Technik komplementäre Bipolar-Transistoren umfassen, die ebenfalls für hohe Versorgungs- und Signalspannungen ausgelegt sind. Die zahlreichen Schaltungskomponenten, die der iCMOS-Prozess anbietet, bilden die Grundlage eines völlig neuen Leistungsspektrums bei der Chip-Integration (Bild 1). Hinter iCMOS verbirgt sich ein modularer Fertigungsprozess für integrierte Schaltungen, bei dem die Leistung und die Spannungsfestigkeit der zugehörigen Schaltungselemente nicht auf den herkömmlichen Kompromissen basieren. Als 0,6-µm-Prozess ermöglicht iCMOS die Integration moderner digitaler Logik zusammen mit Hochvolt-Analog-Schaltkreisen auf einem gemeinsamen Chip. Die iCMOS-Schaltkreise weisen deshalb gegenüber bisherigen Hochvolt-IC-Generationen verbesserte Eigenschaften auf, verfügen über wesentlich mehr integrierte Funktionen, benötigen weniger Strom und deutlich weniger Platz.

Im iCMOS-Prozess lassen sich 12- bis 16-bit-Analog/Digital-Wandler (ADCs) mit mehreren Eingangskanälen herstellen, die Eingangsspannungen in einem Bereich von ±2,5 bis ±10 V verarbeiten und gegenüber bisherigen Lösungen 85 % weniger Verlustleistung produzieren. Digital/Analog-Wandler (DACs) in iCMOS-Technologie setzen sich mit ihren Spezifikationen an die Spitze des Marktangebots, und das bei 30 % kleineren Gehäusen. Und iCMOS-Multiplexer in kleinen 16-poligen Gehäusen des Typs TSOP (Thin Small-Outline Package) weisen nur Durchlasswiderstände zwischen 3 und 4 Ω auf. Gegenüber dem Industrie-Standard bei ±15-V-Multiplexern entspricht dies einer Reduzierung des Durchlasswiderstandes um rund 85 %.