Wird ARM die Intel-Vorherrschaft bei Netbooks brechen?

Eine Studie des Marktforschungsunternehmens ABI Research stellt Intels zukünftige Dominanz bei den Netbooks und anderen mobilen Kleingeräten in Frage.

Im letzten Jahr hätten 90 Prozent der ausgelieferten »Ultra Mobile Devices« einen x86-Prozessor gehabt. Zu diesen Geräten zählt ABI Research all die kleinen elektronischen Geräte wie Netbooks, Mobile Internet Devices (MIDs) oder Smartbooks (eine Mischung aus Smartphone und Netbook).

Diese Dominanz der x86-Prozessoren – und damit in erster Linie des Atom-Prozessors – soll in den nächsten vier Jahren ihr Ende finden. Schon in diesem Jahr soll der Prozentsatz von x86 auf unter 80 Prozent fallen und der Anteil von ARM auf über 20 Prozent steigen. 2013 erreichen die beiden Architekturen dann die 50-Prozent-Marke. 2014 soll sich dieser Trend dann zu Gunsten von ARM fortsetzen.

Einen wesentlichen Grund sieht ABI Research in einer neuen Generation von Netbooks, die derzeit auf den Markt kommt. Offensichtlich gibt es dabei immer mehr Modelle, die einen ARM-basierten Prozessor verwenden. Ob diese allerdings von den Kunden auch gekauft werden, muss sich erst noch zeigen.

Die Entwicklung bei den »Ultra Mobile Devices« in Bezug auf x86- und ARM-basierten Prozessoren. Quelle: ABI Research

So ist diese Studie, in der sich ABI Research mit dem zukünftigen Umsatz dieser »Ultra Mobile Devices« beschäftigt hat, sicher gewagt. Allerdings hat ARM mit einem Dual-Core-Cortex A9 schon gezeigt, dass man in der Lage ist, den »Atom« in Sachen Rechenleistung, Größe und Leistungsaufnahme zu schlagen.

Haupthindernis für ARM war bisher die alleinige hundertprozentige Kompatibilität von Windows und x86-Prozessoren. ARM-basierende laufen bisher mit Linux oder auch Windows CE.

Gut möglich also, dass es in Zukunft zwar mehr ARM-Prozessoren bei den »Ultra Mobile Devices« geben wird, allerdings dort, wo es die Windows-Intel-Bindung nicht gibt. Eine weitere Aufsplitterung des Marktes mit immer neuen mobilen Geräten würde diese Entwicklung unterstützen.