Transcoder-Chip erlaubt längere Aufzeichnungszeit

Fujitsu Microelectronics Europe (FME) hat einen neuen Transcoder-Chip entwickelt, der HD-MPEG-2-Videodaten (1920 x 1080 Pixel) in H.264-Daten umwandeln kann.

Der Chip MB86H52 ermöglicht eine Kompression von MPEG-2-Videodaten unter Beibehaltung der Videoqualität auf weniger als die halbe Datengröße. Durch die hohe Kompression eignet sich der Chip für den Einsatz in Aufzeichnungsgeräten wie Festplattenrecorder, wobei die Aufzeichnungszeit nach Herstellerangaben um mehr als 250 Prozent verlängert werden kann. Das Produkt realisiert die Übertragung von HD-Video mit voller Auflösung über schmale Bandbreiten, beispielsweise bei Heimnetzwerken. Zudem lässt sich der Transcoder in Geräte integrieren, bei denen die Größe der Videodaten reduziert werden muss.

Die Eigenschaften des Chips werden durch proprietäre Algorithmen erreicht. Dabei entsteht eine geringere Kompression in Bildbereichen, in denen Kompressions-Artefakte dem Betrachter mehr auffallen, als in Gesichtern oder bei langsam bewegten Objekten. Eine höhere Kompression erfolgt dagegen in den übrigen Bereichen. Dadurch gewährleistet der Anbieter eine maximale Bildqualität für kritische Bildbereiche. Somit kann durch den Einsatz dieser Technologie auch bei einer Umcodierung von MPEG-2 nach H.264 die gleiche Videoqualität beibehalten werden.