Texas Instruments setzt auf elektronische Bücher

Der amerikanische Chip-Hersteller arbeitet in Zukunft mit dem taiwanischen ePaper-Hersteller E Ink zusammen. Damit betritt das Unternehmen den schnell wachsenden Markt für E-Book-Reader.

Konkret hat Texas Instruments eine Plattform aus Hard- und Software für die Displays von E Ink entwickelt. Dazu gehören zum Beispiel der OMAP3-Prozessor sowie das Power-Management-IC TPS65180. Das 7 mm x 7 mm große IC ist speziell auf die Bedürfnisse von ePaper-Displays abgestimmt. Zu dem System gehören außerdem noch der WiLink 6.0-Chip für Bluetooth und WLAN sowie andere analoge Bausteine. Auf der CES in Las Vegas hatte TI ein Referenzdesign vorgestellt.

Neu an dem System ist, dass ein eigenständiger Controller für das Display mit samt dem dazugehörigen Speicher wegfällt. Die Aufgaben des Display-Controllers erledigt eine Software, die wiederum vom DSP unterstützt wird, der in den OMAP-Prozessoren integriert ist.

Dem Marktforschungsunternehmen IC Insights zufolge ist der Umsatz mit Chips für E-Book-Reader im letzten Jahr um 129 Prozent gestiegen. Für den Zeitraum von 2008 bis 2013 soll die Sparte auf ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 60 Prozent und ein Marktvolumen von rund 280 Millionen Dollar kommen.

E Ink ist eine Ausgründung des MIT. Das 1997 gegründete Unternehmen wurde im vergangenen Jahr von der taiwanischen Firma Prime View International für 215 Millionen Dollar übernommen. E Ink liefert die Display-Technologie für die derzeit führenden E-Book-Lesegeräte wie den Sony Reader oder den Amazon Kindle.