Gewinnsturz TDK baut 11.000 Stellen ab

Das nachlassende Wirtschaftswachstum, der starke Yen und jetzt noch die Überschwemmungen in Thailand – die Gewinne des japanischen Elektronikkonzerns TDK fallen deutlich. Deshalb sollen jetzt weltweit 11.000 Stellen abgebaut und unprofitable Geschäfte wie die OLED-Displays verkauft werden.

Der Umsatz von TDK ist in diesem Jahr bisher (Stand 30.09.) um 5,7 Prozent auf 417,2 Milliarden Yen (rund 3,8 Mrd. Euro) zurückgegangen, der Gewinn sank um 74,3 Prozent auf 6,7 Milliarden Yen (rund 61,5 Mio. Euro).

Ein Grund für diesen Rückgang ist die Aufwertung des Yen. So ist die japanische Währung in diesem Jahr um rund 10 Prozent gegenüber dem Dollar gestiegen, was TDK mit einem  Umsatzrückgang von 33 Mrd. Yen anführt (rund 300 Mio. Euro). Zum Vergleich: Die Folgen des Erdbebens wurden gerade einmal mit 5,7 Mrd. Yen angegeben (rund 50 Mio. Euro).

Dazu kommen die derzeitigen Überschwemmungen in Thailand, die den Jahresgewinn ebenfalls drücken werden. Momentan kann in vier Fertigungsstätten in Thailand aufgrund der Überschwemmungen nicht gearbeitet werden, da  die Anlagen überflutet sind oder die Beschäftigten nicht zur Arbeit kommen können.

Aufgrund der Marktentwicklung, der Aufwertung des Yen und der Überschwemmungen hat TDK seine Umsatzprognose für das gesamte Jahr zurückgenommen. Der Umsatz soll im Vergleich zu 2011 um 6,4 Prozent fallen und bei 820 Millionen Yen liegen (rund 7,5 Mrd. Euro), der Gewinn soll um knapp 56 Prozent auf 20 Mrd.Yen fallen (rund 180 Mio. Euro).

Als Folge will TDK seine Produktionsstätten optimieren und sich von nicht genutzten Anlagen trennen. Außerdem sollen 11.000 Mitarbeiter weltweit abgebaut werden, insgesamt beschäftigt der Konzern 88.500 Mitarbeiter. Zuletzt will sich TDK auch von unprofitablen Geschäftsbereichen bzw. Produkten trennen. So soll etwa die Sparte der OLED-Displays verkauft werden..

In der zweiten Hälfte 2012 sollen die so gewonnenen Einsparungen den Gewinn wieder steigern.