Sony verkauft Chipfertigung an Toshiba

Der Sanierungsprozess bei Sony geht weiter: Das Unternehmen verkauft jetzt seine 300-mm-Fertigungslinie an Toshiba. Inoffiziellen Quellen zur Folge für rund 600 Millionen Euro. In dem Werk wird u.a. die Cell-Broadband-Prozessor für die PlayStation 3 gefertigt.

Die Übergabe der 300-mm-Fertigungslinie in Nagasaki an Toshiba soll im März 2008 erfolgen. Allerdings soll das Werk von einem noch zu gründenden Gemeinschaftsunternehmen geführt werden, an dem Sony sich zu 40 Prozent beteiligt. Im Gegenzug trennt sich Sony von seinem Anteil an dem im Jahr 1999 mit Toshiba gegründeten Joint-Venture OTSS, welches die Chips für die Playstation 2 gefertigt hatte. Käufer ist wiederum Toshiba.

Durch diese neue Konstellation hofft Sony die Kosten für den Cell-Prozessor, dem teuren Herzstück der Playsation 3, senken zu können. Neben der Neuorganisation der Produktionslinie soll dies auch durch die Umstellung des 65-nm-Herstellungsprozesses auf 45-nm unterstützt werden. Dazu setzt Sony die bestehende Kooperation mit einem weiteren Entwicklungs- und Fertigungspartner, IBM, fort. Das Unternehmen war bereits neben Toshiba in die Entwicklung des Cell-Prozessors involviert.