Kostensenkung Renesas schickt 7.500 Mitarbeiter in vorzeitigen Ruhestand

Nachdem der in die roten Zahlen geratene Chip-Hersteller neue Kredite bekommen hat, sind jetzt die finanziellen Mittel für Abfindungen der Mitarbeiter da. So werden 7.511 japanische Renesas-Angestellte in den vorzeitigen Ruhestand geschickt.

Die Höhe der Kosten für den Stellenabbau und die damit verbundenen Abfindungen beziffert Renesas auf 85 Milliarden Yen (rund 837 Mio. Euro). Die so eingesparten Lohnkosten liegen bei 54 Mrd. Yen (rund 532 Mio. Euro) pro Jahr. Ursprünglich hatte Renesas das Angebot des vorzeitigen Ruhestands nur für 5.000 Mitarbeiter vorgesehen. Dadurch, dass dieses Angebot nun deutlich mehr Angestellte wahrnehmen, kann Renesas die Lohnkosten stärker als geplant senken. Die Mitarbeiter, die rund 17 Prozent der gesamten Belegschaft ausmachen, werden das Unternehmen zum 31.10.2012 verlassen.

Der Schritt war möglich geworden, nachdem Renesas von seinen Anteilseignern und Banken zwei neue Kredite bekommen hatte, mit denen die Abfindungen gezahlt werden können.

In der Vergangenheit gab es zahlreiche Berichte, nach denen bis zu 12.000 Stellen bei Renesas abgebaut werden sollen. Da Renesas innerhalb der nächsten 3 Jahre auch eine Verschlankung seiner Fertigungsstandorte plant, werden dort wohl noch weitere Stellen wegfallen. Zum 31. März dieses Jahres hatte Renesas weltweit 42.800 Mitarbeiter.