Programmieren wie ein FPGA, Kosten wie ein ASIC

Atmel und Lead Tech arbeiten künftig beim SoC-Design für Video-Processing zusammen.

Auf Basis von Atmels Mikrocontroller AT91CAP bietet Lead Tech die Nutzung von umfangreicher Software-IP bei Video-Processing-Anwendungen an. Konkret handelt es sich dabei um die Nutzung von Bibliotheken für Video-Signal-Processing-Funktionen, die in dem programmierbaren Block des AT91CAP zur Anwendung kommen.

Die Controller der Cap-Familie besitzen einen programmierbaren Block mit bis zu 450 K ASIC-Gatter. Für FPGAs erstellte Netzlisten können dabei in diesen Block übertragen werden. Dadurch entfallen externe FPGAs, was die Massenproduktion dieser Bausteine deutlich günstiger macht.

Darüber hinaus stellt Lead Tech auch die Software-Treiber für die programmierbaren Blöcke sowie den ARM-Kern des AT91CAP zur Verfügung.

Entwickler von SoCs für Video-Processing können die Netzlisten von Lead Tech nutzen und sie auf dem Entwicklungsboard des AT91CAP testen, indem sie auf ein FPGA abgebildet werden. Wenn die Anwendung fertig ist, wird sie auf den programmierbaren Block des AT91CAP übertragen.

Damit entfällt ein Großteil des Design-Aufwands, um solche SoCs für die Bildverarbeitung zu entwickeln. Somit können Entwicklungszeit- und kosten vergleichsweise gering gehalten werden.