Prognose zum Halbleiter-Weltmarkt: 2007 ist der Gipfel erreicht

Um 10,6 Prozent, nämlich von 258,5 auf 285,8 Milliarden US-Dollar, sollen die weltweiten Umsätze mit Halbleiter-ICs im Jahr 2007 laut den neuesten Prognosen der Marktforschungsgesellschaft iSuppli zunehmen.

In den darauffolgenden Jahren wird sich das Wachstum demnach verlangsamen: 2008 soll es noch 8,7 Prozent betragen, 2009 aber nur 3,7 Prozent, bevor es 2010 wieder auf 7,4 Prozent emporschnellt. Die Umsatzsteigerung 2006 gegenüber 2005 beträgt nach vorläufigen iSuppli-Zahlen weltweit 9 Prozent.

Sollten sich die Prognosen von iSuppli bewahrheiten, kann die Halbleiterindustrie der Zukunft mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegenblicken. Einerseits nimmt sich der Höhepunkt des jetzigen Aufschwungs gegenüber den 30 bis 40 Prozent Wachstum früherer Boomjahre recht mager aus, andererseits bleiben den Unternehmen der Branche jähe Abstürze wie der von 2001 mit 28,9 Prozent Minus (laut iSuppli-Daten) erspart. Die extremen Ausschläge früherer »Schweinezyklen« gehören also offenbar der Vergangenheit an, die Märkte und damit das Investitionsverhalten der Halbleiterhersteller scheinen sich zu verstetigen, was gerade auch die Fertigungs- und Testequipment-Hersteller erfreuen dürfte.

Mehr zu diesem Thema ist in der »Markt&Technik«-Ausgabe 1/2 vom 12. Januar 2007 zu finden.