Unternehmenszahlen NXP erholt sich langsam

Der niederländische Chip-Hersteller konnte den Umsatz im vierten Quartal um 8 Prozent steigern. Von einer Voll-Auslastung der Fabs kann aber noch keine Rede sein.

NXP konnte den Umsatz im vierten Quartal um 8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal steigern. Das entspricht einem Umsatz von 1,13 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kletterte der Umsatz sogar um 12,6 Prozent. Damit ist das vierte Quartal 2009 das Erste seit 6 Quartalen, bei dem es ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr gab.

Der Quartalsverlust belief sich auf 349 Mio. Dollar. Im vierten Quartal 2008 waren es noch minus 649 Mio. Dollar. Der Gewinn vor Steuern (EBIT) lag allerdings bei positiven 76 Mio. Dollar.

Im vierten Quartal lag die Fab-Auslastung von NXP bei 71 Prozent und damit etwas höher als im dritten Quartal mit 69 Prozent. Im vierten Quartal 2008 waren die NXP-Fabs gerade einmal zu 56 Prozent ausgelastet.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr hat NXP einen Umsatz von 3,84 Mrd. Dollar erzielt. Das sind knapp 30 Prozent weniger als 2008, als der Umsatz bei 5,4 Mrd. Dollar lag. Für einen Teil dieses Rückgangs ist allerdings die Abspaltung des Wireless-Bereichs im Juli 2008 verantwortlich. NXP rechnet, dass das etwa 792 Mio. Dollar zum Umsatzrückgang beiträgt. Der restliche Teil des Rückgangs dürfte größtenteils auf die Auswirkungen der Wirtschaftskrise entfallen.

Derzeit durchläuft NXP ein gewaltiges Sparprogramm, mit dem das Unternehmen allein im Jahr 2011 rund 650 Mio. Dollar sparen will. Die Kosten für das Sparprogramm, zu dem auch die Schließung einer Fab in Nijmegen bis Ende 2011 zählt, gibt NXP mit insgesamt 700 Mio. Dollar an. Im Oktober hatte NXP außerdem sein Geschäft mit ICs für Fernseher und Set-Top-Boxen mit dem US-Unternehmen Trident zusammengelegt. Außerdem konnte NXP Schulden von 1 Mrd. Dollar abbauen.

Mit der Übernahme ducrh den Finanzinvestor KKR im Jahr 2006, hatte NXP rund 6,5 Mrd. Dollar Schulden aufgeladen bekommen.

Für das neue Quartal erwartet NXP in etwa gleich bleibende Umsätze bzw. ein leichtes Wachstum.