Schrauben und Federn Neue VDI/VDE-Richtlinien

Bei feinwerktechnischen Anwendungen kommt es auf die Verbindungstechnik an. Hilfreiche Informationen dazu sind in den zwei hier vorgestellten VDI/VDE-Richtlinien zu finden.

Die GMM informiert über zwei neue Richtlinien, die insbesondere bei feinwerktechnischen Applikationen von Interesse sind.

Schraubverbindungen

Schraubverbindungen sind unmittelbare oder mittelbare Verbindungen, die durch den Fügevorgang „Schrauben“ hergestellt werden. Dazu sind mindestens in einem Verbindungspartner oder Hilfsbauteil ein Befestigungsgewinde oder Teile davon nötig. Die VDI/VDE-Richtlinie 2251 Bl. 1.1 heißt Schraubverbindungen und nicht Schraubenverbindungen, weil in der Feinwerktechnik oft schraubähnliche Details in den Verbindungen verwendet werden. Unmittelbare, mittelbare und spezielle Feinwerktechnik-Schraubverbindungen sowie deren Sicherung werden in der Richtlinie dargestellt. Auch Berechnungen für Anzugsmomente, Reibzahlen, Schrauben-, Muttern-, Scheibenarten und Gestaltungsbeispiele sind aufgeführt. Daneben ist eine Normenaufstellung zu Gewinden, Schrauben, etc. vorhanden. Die Richtlinien 2251 Bl. 1.1 Schraubverbindungen und 2230 Bl. 1 Schraubenberechnungen ergänzen sich.

Kunststoff- und Elastomerfedern

In der Feinwerktechnik finden Federn oder Federelemente aus Kunststoff oder Elastomeren zunehmend Verwendung. Die Richtlinie VDI/VDE 2255 Bl. 3, 2016-02 ergänzt die Richtlinien für Federgelenke VDI/VDE 2252 Bl. 9 und Schnappverbindungen VDI/VDE 2251 Bl. 7. Sie unterscheidet sich von den zahlreichen Normen für metallische Federn, weil Kunststoffe und Elastomere sich durch andere Werkstoffeigenschaften und Bauteilgestaltungsmöglichkeiten auszeichnen. Für Schraubendruckfedern, Tellerfedern, biegebelastete Formteilelemente sowie Elastomerfederelemente werden Werkstoffkennwerte und Abhängigkeiten angegeben. Berechnungs- und Konstruktionshinweise schließen sich an und Beispiele sollen bei der Anwendung helfen.

 

 

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