MRAMs: Samsung und Hynix forschen gemeinsam

Die beiden größten koreanischen Halbleiterhersteller Hynix und Samsung werden zukünftig gemeinsam Speicher entwickeln. Hintergrund sind die hohen Lizenzgebühren, die Koreas Chiphersteller jährlich ans Ausland zahlen müssen.

Samsung und Hynix beteiligen sich damit an einem staatlich geförderten Projekt, das zum Ziel hat, die koreanische Chip-Industrie zu stärken. Die beiden Unternehmen wollen in diesem und im nächsten Jahr etwa 6,5 Millionen Euro (9 Milliarden Won) in die Erforschung neuer Speicher investieren.

Dabei handelt es sich in erster Linie um die Entwicklung von STT-MRAMs (Spin Torque Transfer MRAM). Aber auch andere nicht-flüchtige Speichertechnologien sollen erforscht werden.

Cha Dong-Hyung vom südkoreanischen Ministerium für Wirtschaft, Industrie und Energie sieht die Zusammenarbeit als Gegengewicht zu dem japanischen Forschungszusammenschluss zwischen Toshiba, NEC und Fujitsu, die ebenfalls an MRAMs forschen.

Cha sagte außerdem, dass südkoreanische Unternehmen jährlich mehrere hundert Millionen Dollar für Patentgebühren an ausländische Unternehmen wie Toshiba oder Intel zahlen müssen. Sie halten die Patente für zahlreiche DRAMs und Flash-Speicher. Mit selbst entwickelten Chips bräuchten die südkoreanischen Hersteller keine Gebühren zahlen.

Samsung und Hynix haben einer Studie des Marktforschungs-Unternehmens Gartner zufolge derzeit einen Anteil von über 11 Prozent am Halbleiter-Weltmarkt.