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Chinas Big Fund

Milliarden für High-End-ICs

16. März 2018, 06:02 Uhr   |  Heinz Arnold


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Apple ist interessiert

Und es gibt Zeichen, dass die Initiative erfolgreich ist. Wie die Nikkei Asia Review kürzlich berichtete, wolle Apple NAND-Flash-ICs von Yangtze Memory Technologies kaufen und befinde sich dazu in Verhandlungen mit dem Unternehmen. Selbst wenn am Ende nur ein kleiner Auftrag dabei herauskommt, wäre es ein großer Sprung für Yangtze und die chinesische IC-Industrie insgesamt – denn Apple würde kaum auf Lieferanten setzen, von dem das Unternehmen nicht überzeugt wäre, in Zukunft die neusten Generationen in hohen Qualität liefern zu können.

Umgekehrt bedeutet dies für Apple die Chance, in China weiter wachsen zu können. Angeblich sind 24 Mrd. Dollar in den Aufbau der ersten rein chinesischen Speicher-IC-Fab in Wuhan geflossen, die die Produktion in diesem Jahr aufzunehmen plant. Außerdem dürfte auch Apple daran gelegen sein, sich unabhängiger zu machen. Denn derzeit stellen nur eine Handvoll Firmen weltweit die neusten NAND-Flash-Generationen her (Samsung, Toshiba, SK Hynix, Micron, Intel, Western Digital), die in Smartphones Einsatz finden. Da würde etwas Abwechslung in einem Markt, der derzeit durch hohe Preise gekennzeichnet ist, aus Sicht von Apple durchaus gut tun.

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