Micronas: Zu lange auf die Bildröhre gesetzt

Das Jahr 2007 endete für Micronas mit einem Verlust von umgerechnet rund 340 Millionen Euro. Ein Grund für den hohen Verlust ist, dass sich das Unternehmen auf dem Flachbildfernseher-Markt nicht richtig positionieren konnte.

Micronas hat im Jahr 2007 einen Umsatz von rund 450 Millionen Euro und einen Verlust von rund 340 Mio. Euro erzielt. Im Jahr 2006 hatte Micronas noch einen Umsatz von rund 507 Mio. Euro (-12 Prozent) und einen Verlust von rund einer Mio. Euro erzielt.

Mit einem Umsatzrückgang von 69 Prozent ging das Geschäft bei Röhrenfernsehern am stärksten zurück. Auch bei Multimedia sank der Umsatz um 46 Prozent. Die gestiegenen Umsätze bei Flachbildfernsehern (+ 34 Prozent) und Automotive (+ 10 Prozent) konnten das nicht ausgleichen.

Bereits im Oktober hatte Micronas auf die schlechte Geschäftsentwicklung reagiert und einen Restrukturierungsplan vorgestellt. So sollte das Produktportfolio modernisiert und weniger komplexe Produkte entwickelt werden. Heraus kam auch, dass sich Micronas weiterhin auf seine Kerngeschäfte Konsumelektronik, speziell Flachbildfernseher, und Automotive konzentrieren wird.

Im vergangenen Jahr ist es Micronas nicht gelungen, die Position, die das Unternehmen auf dem Markt für Röhrenfernseher hatte, auf den umkämpften Markt für Flachbildfernseher zu übertragen. Der Markt für Röhrenfernseher fiel außerdem stärker als erwartet. Im Januar hatte das Unternehmen bereits seinen Rückzug aus dem Markt für Set-Top-Boxen für Internetfernsehen (IPTV) angekündigt.

In diesem Jahr erwartet Micronas einen Umsatz zwischen 418 und 456 Mio. Euro und einen Verlust zwischen 34 und 19 Mio. Euro. 2009 will Micronas wieder in die Gewinnzone zurückkehren.