Linearer Sender und digitaler Empfänger

Mit einer Dual-Sender-Architektur, die nicht nur eine hohe Leistungsfähigkeit für GSM, sondern zudem für EDGE nur einen Kalibrierschritt erfordert, können Hersteller von Mobiltelefonen die Entwicklungszeit verringern, ohne die Produktionskosten zu erhöhen. Durch die Kompatibilität zu Leistungsverstärkern und Basisband-ICs aller führenden Hersteller eignet sich solch ein Transceiver-IC optimal für die Massenproduktion.

Mit einer Dual-Sender-Architektur, die nicht nur eine hohe Leistungsfähigkeit für GSM, sondern zudem für EDGE nur einen Kalibrierschritt erfordert, können Hersteller von Mobiltelefonen die Entwicklungszeit verringern, ohne die Produktionskosten zu erhöhen. Durch die Kompatibilität zu Leistungsverstärkern und Basisband-ICs aller führenden Hersteller eignet sich solch ein Transceiver-IC optimal für die Massenproduktion.

INHALT:
Herausforderungen für EDGE-Sender
Sender-Kalibrierung für EDGE in einem Schritt
Eine Frage des Wirkungsgrades
Digitalempfänger mit niedriger ZF bietet beste Empfindlichkeit
Autor

Nach Jahren der Entwicklung sind EDGE-Dienste nun weltweit im GSM-Netz verfügbar. Laut Analysen wurden im Jahr 2005 mehr als 100 Mio. EDGE-Funktelefone ausgeliefert. Im Jahr 2008 sollen es sogar 350 Mio. sein. Integrierte EDGEDienste werden damit für alle Midund Highend-Geräte zu einem erforderlichen Leistungsmerkmal. Viele Netzbetreiber wollen EDGE zusätzlich zum 3G-Netz anbieten – als Sicherungssystem für Datendienste in dicht besiedelten städtischen Umgebungen oder in ländlichen Gegenden, in denen ein lückenloses W-CDMA-Netzwerk nicht zur Verfügung steht.

EDGE ist ein kostengünstiges Upgrade zu GSM-Paketdatennetzwerken (GPRS), das den Datenumsatz nahezu um den Faktor drei auf 120 bis 160 kbit/s erhöht. Eine Studie der Global Mobile Suppliers Association (GSA [1]) bestätigt, dass 185 Netzbetreiber in 96 Ländern bereits GSM/ EDGE-Dienste anbieten. Ende 2004 waren es noch 128 Netzbetreiber – eine Steigerung um 44 %.

Im Gegensatz zum zunehmend separierten GSM-Endgeräte-Markt, wird EDGE durch einige wenige große Hersteller dominiert. Viele Hersteller von EDGE-Mobiltelefonen mussten Verzögerungen bei der Fertigung hinnehmen, die auf den Herausforderungen bei der Produktion heutiger EDGE-HF-Teile basieren. Die Ursachen liegen in den HF-Architekturen auf Basis der Polar- Loop-Modulation, die komplizierte Anforderungen hinsichtlich der Kalibrierung von EDGEHF- Teilen erfüllen müssen.

Um eine Massenproduktion von EDGE-Funktelefonen zu gewährleisten, fordern die Hersteller alternative HF-Teile. Die Leistungsfähigkeit des Mobiltelefons, die Ausbeute der Fertigung als auch die Kalibrierungsanforderungen müssen dabei denen heutiger GSM-Funktelefone entsprechen. Die Bauteile sollten zudem über mehrere Quellen verfügbar sein, genauso wie es heute im GSM-Markt üblich ist. Eine Empfindlichkeit des Empfangsteils von –110 dBm oder besser zählt mittlerweile zum Industriestandard.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, entscheiden sich viele Funktelefon- Hersteller für eine duale Sender- Architektur, die für GSM die beste Leistungsfähigkeit und für EDGE eine einfache Kalibrierung in nur einem Schritt bietet. Im Gegensatz zu herkömmlichen linearen Sender-Architekturen ist kein Sendefilter erforderlich. Diese Architektur lässt sich so auslegen, dass sie kompatibel zu Leistungsverstärkern und Basisband- Schaltkreisen anderer Hersteller ist, sodass sich Bauteile von mehreren Quellen beziehen lassen.