Krieg um Marktanteile

Die ersten drei Quartale im Jahr 2007 waren für die DRAM-Hersteller wenig erfreulich. Im vierten Quartal ging es dann richtig bergab. Das Marktforschungs-Unternehmen iSuppli kennt die Gründe.

So ging der weltweite Umsatz mit DRAMs im vierten Quartal 2007 um 19 Prozent zurück. Der Verkauf der Speicher ging im Vergleich zum vierten Quartal 2006 um 40 Prozent zurück.

Der Hauptgrund für diesen Preisverfall war ein Rückgang der Durchschnittspreise um 31 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal. Der Grund für diesen Preisrückgang war wiederum ein Anstieg der DRAM-Produktion um 17 Prozent. Normal ist ein Anstieg von rund 10 Prozent pro Quartal.

Auch das starke Innovationsstreben der Hersteller bewirkte iSuppli zufolge einen weiteren Rückgang der Speicherpreise.

Die Marktbedingungen führten dazu, dass der Gesamtumsatz der Speicherhersteller um 6,4 Milliarden Dollar im Vergleich zum vorigen Jahr zurückging - von 3 Mrd. auf minus 3,4 Mrd. Dollar.

Nam Hyung Kim von iSuppli sagte, die Lektion dieses Preisverfalls sei, dass eine Erhöhung der Produktion niemandem nützt und der gesamten Industrie schadet.

»Die Top-DRAM-Hersteller können sicher mehr verdienen als der Durchschnitt der Halbleiterhersteller – vorausgesetzt die Industrie ist gesund und Angebot und Nachfrage stehen im Gleichgewicht. Es wäre besser, das Angebot zurückzufahren, als eine Politik der verbrannten Erde zu verfolgen und die Produktion immer weiter zu steigern, um Marktanteile zu bekommen«, so Kim weiter.

Außerdem hätten die DRAM-Hersteller im vergangenen Jahr viel Geld ausgegeben, um kleinere Anbieter vom Markt zu drängen. Dies sei allerdings kurzsichtig. Denn wenn sich mit DRAMs wieder Geld verdienen lässt, kämen auch wieder mehr Anbieter auf den Markt.

Für die nächsten zwei Quartale rechnet iSuppli weiterhin mit hohen Verlusten für die DRAM-Hersteller.

Am »erfolgreichsten« unter den großen DRAM-Herstellern war im vierten Quartal 2007 Elpida, mit einem Umsatzrückgang von 10,8 Prozent. Der Umsatz von Samsung fiel um 12,3 Prozent, der von Qimonda um 23,6 Prozent und für Hynix endeten 17 Quartale Wachstum in Folge mit einem Umsatzrückgang von 33,2 Prozent.