Infineon: Kein Gewinn durch Qimonda

Das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres verlief stabil für Infineon. Positiv entwickelte sich der Bereich Kommunikation. Die Anteile an Qimonda zogen den Gewinn schon wie im Vorjahr nach unten.

Infineon hat im ersten Quartal einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro und einen Verlust (Ebit) von 368 Millionen Euro verzeichnet. Ohne die Anteile an Qimonda, von denen Infineon derzeit noch 77,5 Prozent hält, hätte Infineon einen Umsatz von 1,09 Mrd. Euro und ein positives EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 65 Mio. Euro erzielt. Der Umsatz lag damit 3 Prozent unter dem Umsatz des Vorquartals und 14 Prozent über dem des ersten Quartals 2006.

Im Vergleich zum Vorquartal ging Infineons Umsatz im Bereich »Automotive, Industrial & Multimarket« von 814 auf 743 Mio. Euro und damit um 9 Prozent zurück. Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz um 5 Prozent. Die Gründe für den Umsatzrückgang im vierten Quartal waren saisonbedingte Effekte, der schwächere Dollar sowie eine schwache Nachfrage der amerikanischen Automobilhersteller.

Im Berich »Communication Solutions« stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal von 318 auf 356 Mio. Euro und damit um 12 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2007 stieg der Umsatz sogar um 51 Prozent. Der Grund für das hohe Wachstum sind einerseits die Übernahmen des Mobilfunkgeschäfts von LSI und des Geschäfts mit DSL-Teilnehmerendeinrichtungen von Texas Instruments. Auch der Absatz von Handy-Plattformen stieg an. Weniger erfolgreich lief es hingegen im Breitband-Geschäft.

Für das zweite Quartal 2008 erwartet Infineon einen Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Im Bereich »Automotive, Industrial & Multimarket« geht Infineon von einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 aus. Im Bereich »Communication Solutions« soll der Umsatz um 25 bis 30 Prozent wachsen.