Gesteigertes Produktionsvolumen verschafft Vicor neue Möglichkeiten

Konzentrierte sich Vicor seit der Gründung 1981 darauf, mit kleinen und mittleren Serien eine Vielzahl von Nischenmärkten zu bedienen, gewinnen in jüngster Zeit auch die klassischen Massenmärkte für das Unternehmen eine immer größere Bedeutung.

Vicor, so Gründer und CEO Patrizio Vinciarelli, sei heute problemlos in der Lage, auch deutlich höhere Produktionsvolumina seiner Wandler für große OEM-Kunden zur Verfügung zu stellen. Der dadurch angestoßene Prozess wird zu einer nachhaltigen Veränderung des Business-Mix führen. Die Steigerung der Produktionskapazität erlaubt dem Unternehmen auch den Vorstoß in neue Marktbereiche. So zeigte sich Vinciarelli Ende letzten Jahres zuversichtlich, dass Vicor sich neben dem Telekom- und Computing-Markt in Zukunft auch im Automotive- und Konsumerelektronik-Bereich etablieren kann. Der Schlüssel für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens steckt für seinen Gründer vor allem in der Innovationsfähigkeit.

Den Ankündigungen des Chefs hat das Unternehmen in den letzten Wochen Taten folgen lassen. »Innerhalb von vier Jahren«, so Mike Stefani, Vice President of Marketing for the Brick Business Division, »wollen wir unser Brick-Geschäft verdoppeln und das nicht durch Akquisitionen sondern durch organisches Wachstum«. So brachte das Unternehmen inzwischen beispielsweise Maxi-Module (375 V Input) mit neuen Ausgangsspannungen von 32, 36 V und 54 V auf den Markt. Gleichzeitig wurde die Baureihe um Module mit niedrigeren Ausgangsleistungen ergänzt. Stefani: »Die Kunden bezahlen nicht für Extrapower, und so bieten wir nun preisgünstigere Lösungen für jene Kunden an, die nicht die maximale, in dieser Bauform mögliche Ausgangsleistung benötigen«.

Zwei Jahre nach der Einführung der Factorized Power Architecture (FPA) und der ihr Zugrunde liegenden V I-Chip Serie, intensiviert Vicor auch hier seine Vertriebsaktivitäten, um der neuen Technologie größere Anwendungsmärkte zu erschließen. Das Aufteilen (factorizing) der DC/DC-Leistungswandlung in ihre Grundfunktionen, auf der einen Seite Isolation und Transformation in den VTM-Einheiten und auf der anderen Seite der Regelung in den PRM-Modulen, maximiert nach Vinciarellis Überzeugung die Flexibilität und Leistung der Powersysteme und optimiert ihre Kosten. Der Vicor-Chef geht sogar noch einen Schritt weiter, »diese Technologie hat das Potenzial, das Ende der herkömmlichen kundenspezifischen Stromversorgungen einzuläuten«.

Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe 7 der Markt&Technik.