Erster Softcore mit MMU

Wichtigste Neuerung beim MicroBlaze 7 von Xilinx ist die Integration einer vollständigen Speicher-Management-Einheit (MMU) die über virtuelle 32-bit-Adressierung einen theoretisch 4 Gbyte großen Adressraum verwalten kann.

Damit ist eine Unterstützung durch Linux 2.6 möglich. Theoretisch ist auch ein Einsatz von Windows CE denkbar. Eine andere Variante ist die Implementierung einer Memory Protection Unit (MPU), die hardwareseitigen Speicherschutz ohne virtuelle Adressierung ermöglicht. Die dritte Option ist die Implementierung eines Protected-Mode ohne MMU oder MPU.

Die Rechenleistung beträt maximal 240 DMIPS (bei Synthese in 220-MHz-Virtex-5-FPGA). Des weiteren wurde eine neue PLB (Processor Local Bus) genannte Schnittstelle implementiert, die die Gesamtsystemleistung erheblich verbessert. Der PLB kann bei der Synthese für 32, 64 oder 128 bit konfiguriert werden. Der Datendurchsatz kann in einem mit 550 MHz getakteten Virtex-5-FPGA bei 128 bit theoretisch 8,8 Mbyte/s erreichen.

Mit dem neuen EDK 9.2 (Embedded Development Kit) wird zahlreiche IP für Peripherie kostenlos mitgeliefert. Diese umfasst Interrupt-Controller, Timer/ PWM, SPI, GPIO und zwei Ethernet-light und UART-light genannte abgespeckte Schnittstellen.