DRAMs Elpida ist insolvent

Es ist eine der größten Wirtschaftspleiten in der japanischen Nachkriegsgeschichte: Der DRAM-Hersteller Elpida sieht sich nicht mehr in der Lage seine Schulden zurückzuzahlen und hat einen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt.

Elpida hat am Montag beim Gericht in Tokio einen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt. Da Elpida keine finanziellen Mittel mehr hat, um selbst aus der Krise zu kommen, wurde dieser Antrag gestellt. Die Schulden von Elpida belaufen sich auf 448 Milliarden Yen was ungefähr 5,4 Mrd. Dollar entspricht. Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei News berichtet, handelt es sich sogar um die größte Pleite eines Industrie-Unternehmens seit dem Ende des 2. Weltkriegs.

Als Gründe machte Elpida vor allem die starke Aufwertung des Yen gegenüber dem Dollar sowie den anhaltende Preisverfall der DRAMs und den hohen Konkurrenzdruck in dieser Industrie verantwortlich. Dazu kam die Flut in Thailand, durch die die weltweite PC-Produktion ins Stocken kam und damit auch die Nachfrage nach DRAMs.

Im dritten Quartal 2011 hielt Elpida einen weltweiten Marktanteil von 12,1 Prozent und erzielte einen Umsatz von 823 Millionen Dollar. Damit war Elpida kurz vor Micron der drittgrößte Hersteller. Anfang des Jahres war auch über eine mögliche Übernahme von Elpida durch Micron spekuliert worden.

Der nächste Schritt soll sein, dass Elpida unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters restrukturiert  und neue Investoren gefunden werden sollen.

Elpida wurde 1999 unter dem Namen »NEC Hitachi Memory« gegründet und firmiert seit 2000 unter dem Namen Elpida.