Marktprognose DRAM-Markt wächst um 40 Prozent

Eine Marktstudie von iSuppli sagt dem extrem zyklischen DRAM-Markt in diesem Jahr ein deutliches Wachstum voraus. Nach drei verlustreichen Jahren wird das höchste Zeit.

Demnach soll der weltweite Umsatz mit DRAMs in diesem Jahr um ganze 40,4 Prozent steigen. Das entspricht einem Volumen von fast 32 Milliarden Dollar. 2009 waren es 22,7 Mrd. Dollar.

Zum Vergleich mit den letzten Jahren ist das beachtlich: 2009 ging der Umsatz um 3,7 Prozent zurück, 2008 um 25,1 Prozent und 2007 um 7,5 Prozent.

Die beiden wesentlichen Faktoren für diese Entwicklungen sind, dass der durchschnittliche Verkaufspreis steigt und die Hersteller gleichzeitig mehr verkaufen. Allein im vierten Quartal des letzten Jahres kletterte der Preis um 16 Prozent, die Menge der ausgelieferten Bits stieg um 21 Prozent.

Noch beruhigender für die DRAM-Hersteller dürfte sein, dass die Marktanalysten keinen Preisverfall für die nähere Zukunft erkennen können. In der Vergangenheit war es oft so, dass auf starke Wachstumsquartale, Quartale mit einem deutlichen Preisverfall folgten.

Den größten Umsatzsprung im vierten Quartal machte der japanische DRAM-Hersteller Elpida, mit einem Plus von 64 Prozent auf 1,7 Mrd. Dollar. Unter dem Strich stand damit sogar erstmals seit 2007 wieder ein Gewinn von 230 Mio. Dollar.

Den Grund für die Preis-Stabilität sieht iSuppli in der Kapazitätsanpassung der Hersteller. 2008 und 2009  waren Fabs wie etwa bei Hynix oder Qimonda stillgelegt worden. Andere Hersteller hatten auf einen weiteren Ausbau ihrer Kapazitäten verzichtet.