Schwerpunkte

Intelligent Energie zählen

Bauteile für »Smart Meter«

12. April 2010, 11:55 Uhr   |  Von Ralf Hickl


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Noch kein Standard bei der Kommunikation

Derzeit ist noch unklar, welche Technik sich als Standard für die Kommunikation von Smart-Metern durchsetzen wird. Rutronik beispielsweise setzt auf eine Internetverbindung zum Energieversorger und eine »Powerline Communication« zwischen Zähler und Schalter der Verbrauchsgeräte. Das leitungsgebundene Verfahren bietet den Vorteil, dass es die vorhandene Infrastruktur nutzt und deshalb keine zusätzlichen Kosten für Verkabelung anfallen. Außerdem funktioniert die Kommunikation auch durch Mauern. Da die Infrastruktur in jedem Gebäude anders aussieht, kann es jedoch Situationen geben, wo keine ausreichende Zuverlässigkeit gegeben ist. Hier stellen Funkverbindungen eine sinnvolle Alternative dar.

M306S0FAGP
© Renesas

Bild 2: Der Powerline-Communication-Chip »M306S0FAGP« von Renesas kombiniert einen 16-Bit-Mikrocontroller mit einem IT800-Powerline-Modem von Yitran.

Für die Powerline-Communication eignen sich, beschränkt man sich auf Rutroniks Linecards, zwei Modem-Chips ganz besonders. Der »M306S0FAGP« von Renesas (Bild 2) kombiniert einen 16-Bit- Mikrocontroller mit einem IT800- Powerline-Modem von Yitran in einem TQFP64-Gehäuse. Das Modem deckt die Frequenzbereiche 20 kHz bis 80 kHz (CENELEC A), 95 kHz bis Vorteile von Distributoren beim Smart-Metering Für Breitbanddistributoren wie Rutronik sind die neuartigen Zähler besonders interessant: In ihnen wird fast die ganze Bandbreite elektronischer Bauelemente verbaut, sodass die Vorteile eines breiten und tiefen Produktportfolios besonders zum Tragen kommen.

Da für jede Aufgabe verschiedene Lösungen mehrerer Anbieter zur Auswahl stehen, lassen sich die Komponenten sowohl auf spezifische Anforderungen als auch untereinander bestmöglich abstimmen. Dabei setzt Rutronik keineswegs auf Masse statt Klasse, alle Anbieter werden nach strengen Qualitätskriterien ausgewählt. Besonderes Augenmerk legt der Distributor auf seine Funktion als herstellerunabhängiger und damit objektiver Berater. FAEs und Produktmanager stehen den Kunden mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen auch beim Design-in. Denn gerade in einem Markt wie diesem, bei dem sich noch keine Standards etabliert haben, ist technisch versierter Support unabdingbar. 125 kHz (CENELEC B) und 120 kHz bis 400 kHz (FCC, ARIB) ab und erzielt Datenübertragungsraten bis zu 7,5 kBit/s. Zur Evaluierung vertreibt Renesas für jedes Frequenzband ein System-Development-Kit. Es beinhaltet vier Platinen als Kommunikationsknoten, einen E8A-on-Chip- Emulator für den Mikrocontroller, Software und Dokumentation. Die Knoten können auch einzeln nachgekauft werden.

ST7540
© STMicroelectronics

Bild 3: Der »ST7540« von STMicroelectronics nutzt die Frequenzumtastung mit einstellbaren Trägerfrequenzen, braucht aber eine Host-CPU.

Der »ST7540« von STMicroelectronics (Bild 3) benötigt eine Host-CPU, mit der er über eine SPI-Schnittstelle kommuniziert. Als Modulationsverfahren auf der Netzseite nutzt er die Frequenzumtastung mit einstellbaren Trägerfrequenzen im Band CENELEC A oder B. Die Baudraten sind ebenfalls programmierbar und reichen bis 4800 Bd.

Auch für den ST7540 sind Entwicklungswerkzeuge verfügbar und bestehen aus einem »Transceiver Evaluation«-Board mit dem ST7540 und einem »Powerline Transceiver Communication and Control«-Board, das auf STMs Mikrocontrollerfamilie »ST7« basiert. Mit Hilfe eines PC-GUI können Entwickler den ST7540 konfigurieren und einfache Nachrichten senden und empfangen.

Seite 2 von 2

1. Bauteile für »Smart Meter«
2. Noch kein Standard bei der Kommunikation

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Verwandte Artikel

Rutronik Elektronische Bauelemente GmbH