ARM: Viertes Quartal endet mit einem Rekord

Für das abgelaufene Geschäftsjahr musste auch ARM einen Umsatzrückgang hinnehmen. Doch die Anzeichen, dass sich das Blatt wieder wendet, sind offensichtlich: Allein im vierten Quartal wurden weltweit mehr Chips mit ARM-Core als je zuvor verkauft.

Im Jahr 2009 hat ARM einen Umsatz von rund 490 Millionen Dollar erzielt. Das sind 10 Prozent weniger als 2008. Den Gewinn vor Steuern gibt ARM mit 154 Millionen Dollar (96,8 Mio. Pfund) an. Das sind 4 Prozent weniger als 2008.

Das Geschäft mit ARM-Lizenzen ging um 14 Prozent auf 164 Mio. Dollar zurück. Es macht gut ein Drittel des gesamten Umsatzes aus. Das Geschäft mit den Gebühren, die ARM pro verkauften Chip mit seiner IP bekommt, macht die Hälfte des Geschäfts aus. Dort ging der Umsatz um 8 Prozent auf 244 Mio. Dollar zurück. Der dritte Geschäftsbereich Entwicklungswerkzeuge, ging nur leicht zurück, trägt aber weniger als 10 Prozent zum gesamten Umsatz bei.

In diesem Jahr will ARM wieder wachsen, mindestens in dem Maße, wie auch der Halbleitermarkt wächst – also zwischen 10 und 15 Prozent.
Die Zeichen dafür stehen gut. So konnte ARM im vierten Quartal langfristige Verträge mit Globalfoundries, Infineon und STMicroelectronics abschließen, was dem Unternehmen ein Auftragsplus von 30 Prozent im Vergleich zum Vorquartal bescherte.

Außerdem wurden im vierten Quartal weltweit 1,3 Milliarden Chips mit ARM-Core verkauft – so viele wie noch nie in einem Quartal. Mehr als die Hälfte davon waren ARM7-Chips. 62 Prozent dieser Chips gingen in den Bereich »Mobile«, also überwiegend in Handys.

Interessanterweise sind die Erlöse, die ARM aus den Gebühren für seine Prozessor-IPs bekommt, nicht auf einem Rekordniveau sondern etwas niedriger als im vierten Quartal 2008. Das liegt daran, dass mehr ARM-basierte Mikrocontroller (Cortex-M) verkauft wurden und sich daher das Verhältnis zu den Applikationsprozessoren (Cortex-A) erhöht hat. Die Gebühren für die Mikrocontroller sind etwas niedriger als für die Applikationsprozessoren.

Ein ganz neuer Markt für ARM in diesem Jahr könnten Netbooks und andere Mini-Computer werden. So wurden auf der diesjährigen CES erstmals marktreife Netbooks auf ARM-Basis vorgestellt. Auch das neue iPad von Apple basiert höchstwahrscheinlich auf einem ARM-Core.

Insgesamt hat ARM 662 Lizenzen vergeben. Mit einem Anteil von gut 40 Prozent ist die ARM9-Architektur die populärste.