Antitrust-Gesetz: Europäische Kommission geht gegen Rambus vor

Mit einem Statement of Objections (SO) beanstandet Brüssel Lizenzforderungen, die Rambus für eine Reihe von Patenten für DRAMs erhebt.

Die Europäische Kommission hat bekräftigt, dass am 30. Juli 2007 ein SO an Rambus übermittelt wurde.
Rambus besitzt nach eigenen Angaben Patente, die die Technologie für DRAMs einschließen, die von der US-Organisation JEDEC standardisiert wurden. Daher muß nach Auffassung von Rambus jeder Hersteller, der synchrone DRAM-Chips fertigen will, eine Lizenz von Rambus erwerben.

Die Europäische Kommission wird nun darüber urteilen, ob Rambus seine dominante Marktposition missbraucht. Dabei hat Rambus neun Wochen Zeit, um auf die SO zu antworten. Sollte sich für die Gesetzeshüter in Brüssel bestätigen, dass die Lizenzforderungen gegen EU-Recht verstoßen, wird Rambus unter Umständen zu einer Strafe verdonnert.

Das amerikanische Unternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen Los Altos entwirft, entwickelt und lizenziert Chip-Technologien für die Bereiche Computer, Consumer Elektronik und Kommunikation, stellt jedoch die Produkte nicht selbst her.