Der AUTOSAR-Standard, seine Nutzung und Weiterentwicklung Global, partnerschaftlich, offen

Ziel der AUTOSAR-Initiative (AUTomotive Open System ARchitecture) ist die Entwicklung einer offenen und standardisierten Software-Architektur für die Kraftfahrzeugelektronik. Diese Architektur wird in einer Partnerschaft von Automobilherstellern, Zulieferern und Tool-Herstellern entwickelt. Gegenwärtig sind weltweit mehr als 100 Unternehmen an der Standardisierung von AUTOSAR beteiligt.

Ziel der AUTOSAR-Initiative (AUTomotive Open System ARchitecture) ist die Entwicklung einer offenen und standardisierten Software-Architektur für die Kraftfahrzeugelektronik. Diese Architektur wird in einer Partnerschaft von Automobilherstellern, Zulieferern und Tool-Herstellern entwickelt. Gegenwärtig sind weltweit mehr als 100 Unternehmen an der Standardisierung von AUTOSAR beteiligt.

Die Partnerschaft zielt darauf ab, die wachsende Komplexität bei der Entwicklung von Elektrik- und Elektronikarchitekturen in Kraftfahrzeugen zu beherrschen. Dabei steht sowohl die Öffnung für neue Technologien als auch die Verbesserung der Effizienz in der Entwicklung im Fokus — ohne Kompromisse bezüglich der Qualität und der Corporate Identity einzugehen.

AUTOSAR wurde Mitte 2003 von zehn Core-Partnern gegründet und hat seitdem in mehreren Ausgaben detaillierte Spezifikationen erarbeitet. Die Phase I des AUTOSAR-Projekts endete im Dezember 2006 mit dem Release 2.1. Phase II begann 2007 und wird bis Dezember 2009 dauern. Bis Ende 2007 wird die AUTOSAR-Entwicklungspartnerschaft das neueste Spezifikationen-Release 3.0 erfolgreich abschließen. Dieses kann direkt für die Vermarktung neuer, standardisierter Software-Produkte für Automobilanwendungen verwendet werden. Gegenwärtig umfasst das AUTOSAR-Konsortium zehn Core-Partner, 52 Premium-Mitglieder, 44 Associate-Mitglieder und drei Development-Mitglieder.

Herausforderungen der Automobilindustrie

Aufgrund enormer Herausforderungen in den kommenden Jahren in den Bereichen Umweltverträglichkeit und Sicherheit wird die Anzahl der elektronisch gesteuerten Funktionen in Fahrzeugen stark ansteigen. Aus gutem Grund sind diese Funktionen in verschiedene elektronische Steuergeräte eingebettet, die über das gesamte Fahrzeug verteilt sind. Um ein derart kompliziertes Netzwerk zu steuern, bedarf es unbedingt einer Standardisierung.

Eines der Hauptziele von AUTOSAR ist die Austauschbarkeit von Software-Komponenten zwischen verschiedenen Fahrzeugplattformen und zwischen OEMs und Zulieferern. Daher wurde eine Methodologie entwickelt, die einen dezentralisierten, funktionsorientierten Entwicklungsprozess unterstützt. Bei vernetzten, elektronischen Steuergeräten ist die Standardisierung der Software-Architektur absolut notwendig. Ferner legt AUTOSAR auf der Anwendungsebene kompatible Software-Schnittstellen fest, obwohl die Funktionsinhalte der Komponenten unterschiedlich sind und von der Markenidentität und den gewünschten Eigenschaften der Fahrzeughersteller oder deren Systemzulieferer abhängen. Durch Abstraktion wird es möglich sein, in einem komplexen dezentralisierten Netzwerk Software von Hardware zu trennen, was mehrere Vorteile mit sich bringt:

  • Beherrschung der mit dem Wachstum des Funktionsumfangs verbundenen Komplexität der Elektrik/Elektronik.
  • Flexibilität für Produktmodifikationen, Upgrades und Updates.
  • Skalierbarkeit von Lösungen sowohl innerhalb einer Baureihe als auch baureihenübergreifend.
  • Verbesserung der Qualität und Zuverlässigkeit von Elektrik/Elektronik-Systemen.

Die Automobilindustrie hat erkannt, dass ein technologischer Durchbruch erforderlich ist und dass man diesen Herausforderungen mit der Entwicklung und Standardisierung einer offenen Systemarchitektur in der Automobilindustrie (AUTOSAR) begegnen könnte. Da die Festlegung eines weltweiten Standards nicht durch einzelne Unternehmen erfolgen kann, wurde ein Modell gewählt, bei dem so viele Marktteilnehmer wie möglich in die Arbeit einbezogen werden, um so gemeinsam zum Erfolg zu kommen.

Hierdurch können alle am Entwicklungsprozess Beteiligte profitieren und ihre spezifischen Vorteile nutzen. Dies gilt für jeden, vom Softwaretool-Hersteller über den First-Tier-Zulieferer und sämtliche seiner Unterlieferanten, den Systemintegratoren bis hin zum Fahrzeughersteller. Dank bewährter und austauschbarer Architekturen und einer hohen Qualität der Produkte profitieren von diesem Standardisierungsmodell auch neue Marktteilnehmer und der Endkunde.

zurück zur Übersicht