Fraunhofer-Institut: Fingerabdrücke auf dem Reisepass

Auf Reisepässen werden ab November 2007 auch Fingerabdrücke gespeichert. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) betreibt die erste Prüfstelle für Geräte, die Fingerabdrücke erfassen.

Am 10. September 2007 erhielt das IOF die Akkreditierung als Prüfstelle für optische Sensoren. Die Hersteller von Scannern und Lesegeräten zur Erfassung der Fingerabdrücke beantragen beim IOF die Prüfung ihrer Produkte. Einfinger-, Vierfinger- und Ganzhand-Scanner werden unter anderem hinsichtlich Auflösung, Kontrast und Bildqualität untersucht. Die umfangreichen Tests dauern etwa 14 Tage. Hat ein Gerät die Prüfung bestanden, erhält es eine Zertifizierung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Nur Geräte, die den Richtlinien des BSI entsprechen, dürfen zum Scannen und Auslesen der Fingerabdrücke verwendet werden. Auf den Reisepässen werden ab November 2007 je ein Fingerabdruck der rechten und linken Hand gespeichert. Bei Personenkontrollen können Beamte einen Fingerabdruck nehmen und ihn mit dem auf dem Paß gespeicherten vergleichen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn der gespeicherte Abdruck eine gute Qualität hat.