Fernwartung von (Embedded-)PC-Systemen via Ethernet

Eine einfache Fernwartung von (Embedded-)PC-Systemen via Ethernet verspricht Intels »Advanced Management Technology«. Mit »Toucan« zeigt Lippert Embedded Computers das erste COM-Express-Modul mit dieser Technologie.

Zu sehen ist die Lösung auf der embedded world 2007 (Lippert Embedded Computers, Halle 12, Stand 415). Das auf COM-Express basierende Embedded-PC-Board ist mit Intels 64-Bit-CPU Core Duo T7400 mit 2,16 GHz Taktung und mit 4 MByte L2-Cache und entsprechendem Kühlsystem ausgestattet und zur einfachen Integration in kundenspezifische Baseboards vorgesehen. Zu Evaluierungszwecken ist auch ein Baseboard im Mini-ITX-Format verfügbar. Das Kühlsystem ist je nach CPU-Einsatz auch für den erweiterten Temperaturbereich von -40°C bis +85°C geeignet. Es kann als aktives oder passives Kühlsystem zum Einsatz kommen. Kundenspezifische Kühllösungen werden ebenfalls angeboten. Die AMT-1.0-Implementierung ist mit Hilfe eines Browser zu bedienen.

Mit Hilfe des Event Logs kann der Anwender protokollierte Systemzustände nachvollziehen. Dieses Event Log ist aber nicht vergleichbar mit dem Event Log des Betriebssystems, da es unterhalb des Betriebssystems, quasi auf BIOS-Ebene protokolliert wird. Selbstverständlich ist der Zugriff auf die AMT-Informationen des Systems Passwort geschützt.

Durch Einsatz einer Zusatzsoftware auf Seiten des Administrators wie LANDesk, kann der komplette Bildschirminhalt des zu wartenden Systems an den Adminstrator übertragen werden. Somit ist im Bedarfsfall auch ein komplettes Betriebssystem samt Anwendungssoftware via Fernwartung aktualisierbar. KVMs werden damit künftig wohl zu ersetzen sein.