Wind River: »Multicore steht noch ganz am Anfang«

Wind River: »Multicore steht noch ganz am Anfang«

In welche Richtung wird sich Wind River in den nächsten zwei Jahren entwickeln? Wofür investieren Sie Ihr Forschungs- und Entwicklungsbudget?

In drei Bereiche. Erstens: Multicore hat sich in der Industrie noch überhaupt nicht durchgesetzt. Das kommt erst nächstes Jahr und in den darauffolgenden Jahren. Zweitens: Ich denke, wir können die Bedeutung von Safety und Security gar nicht unterschätzen. Das wird auch in den Bereichen immer wichtiger, in denen wir es bisher nicht gesehen haben. Drittens: Linux in mobilen Geräten wird strategisch immer wichtiger, weil dadurch auch andere Industriebereiche beeinflusst werden. Bei 3 bis 4 Milliarden mobilen Geräten, die derzeit existieren, entsteht neue Innovation, die auch in anderen Bereichen sichbar werden wird: im Auto, zuhause, unterwegs. Und diese Innovationen werden die Spielregeln in den jeweiligen Branchen verändern.

Stimmt es, dass Wind River den Industrie-Markt in letzter Zeit vernachlässigt hat? Wie wollen Sie das Interesse der Kunden wieder zurückgewinnen?

Ja, das stimmt schon. Ich würde mal sagen, wir haben manches aus den Augen verloren und auf wichtige Trends nicht richtig reagiert. Aber im Moment befinden wir uns in einer interessanten Phase: Die neuen Trends rund um die Themen Multicore, Safety/Security und Performance haben uns wieder Schwung gegeben. Die Industrie kommt wieder zu uns zurück. Manchmal braucht man eben auch etwas Glück.

Ich glaube, wir werden diesen Markt zurückgewinnen durch hervorragende technische Lösungen und ein tiefes Verständnis der neuen Herausforderungen, die mit der Multicore-Technik einhergehen. Die Industrie steht vor völlig neuen Problemen: Wie debugge ich solche Systeme? Wie kann ich meine Software nach bestimmten Sicherheitsstandards zertifizieren? Das sind alles Fragestellungen, auf die wir eine Antwort haben und die uns helfen werden, in diesen Markt zurückzukehren.