VIAs C7-Nachfolger soll im ersten Halbjahr 2008 kommen

Der x86-Stromsparprozessor »Isaiah« ist eine Weiterentwicklung der C7-Architektur und soll noch im ersten Halbjahr fertiggestellt sein.

Der VIA-C7-Prozessor war einst ein beliebter Low-Power-Prozessor für Embedded-Computer. Allerdings ist es im letzten Jahr still geworden um diese Prozessorfamilie, weil auch Intel große Anstrenungen im Low-Power-Bereich unternommen hat und einen deutlichen Leistungsvorsprung erreichen konnte. Für dieses Jahr setzt VIA zur Aufholjagd an. Mit dem C7-Nachfolger "Isaiah" liegt ein neues Stromspar-Design vor, das von VIAs US-Tochter Centaur Technology entwickelt wurde.

Der mit einem Core arbeitende Isaiah ist pinkompatibel zum C7. Architektonisch zeichnet er sich durch eine 64-bit superskalare Out-of-Order-Architektur mit einer hoch entwickelten Sprungvorhersage aus. Ein zusätzlicher 64-bit-Befehlssatz lässt Raum für den Einsatz von 64-bit-Betriebssystemen. Virtuelle Maschinen werden durch Hardwarefunktionen unterstützt. Der Isaiah arbeitet mit Taktfrequenzen bis 2 GHz bei einer nominalen Kernspannung von 1,1 Volt, einem Front-Side-Bus mit 800 bis 1333 MHz sowie 64 KByte L1-Cache und 1 MByte L2-Cache.

Die Fließkommaeinheit des Prozessors kann vier FP-Additionen und -Multiplikationen pro Takt ausführen. SSE-Befehlssatzerweiterung und ein 128 bit breiter Datenkanal für Integer-Werte erhöhen die Multimedialeistung.

Um Strom zu sparen, kennt der Isaiah einen neuen "C6"-Stromsparmodus, bei dem die Caches abgeschaltet sind. Eine Dual-PLL-Implementierung passt den Takt gleichsam wie ein Automatik-Getriebe den verschiedenen Aktivitäts- und Stromsparstufen an. Die Taktsteuerung ist mit einer Messung der Die-Temperatur gekoppelt. Ist das Silizium kühl genug, kann der Prozessor bis auf 2,2 GHz übertaktet werden. Umgekehrt wird die Frequenz gesenkt, wenn sich die Temperatur dem zulässigen Maximum nähert. Gefertigt wird der Isaiah in einem 65-nm-Prozess bei Fujitsu.