Einfachere Entwicklung mit High-End-SoCs UDE 4.6

PLS Programmierbare Logik & Systeme hat die aktuelle Version ihrer Universal Debug Engine (UDE) nicht nur um etliche zusätzliche Trace- und Debugging-Funktionen erweitert, sondern auch um völlig neue Eigenschaften für die Testautomatisierung.

UDE 4.6 unterstützt eine Vielzahl unterschiedlichster Architekturen und neue Bausteinfamilien. Dazu zählen die auf Power-Architecture-basierende SPC58E-Serie und die mit einem ARM Cortex-M7 Core ausgestattete STM32F7-Familie von STMicroelectronics, der Mikrocontroller XMC4800 von Infineon, der als erster einen ARM Cortex-M4-Core mit EtherCAT auf einem Chip kombiniert, sowie die mit einem Dual-Core-Cortex A9 und zusätzlichen FPGA ausgestattete Zynq700-Familie von Xilinx.Der Universal Emulation Configurator der UDE zur Definition von Trace-basierten Messaufgaben wurde um eine Bibliothek für das Mini-MCDS der aktuellen AURIX-Bausteine von Infineon erweitert. Damit steht ein Teil der Diagnosemöglichkeiten, die bislang nur spezielle Emulation-Devices boten, erstmals auch in Serienchips zur Verfügung. Für die Nutzung dieses Features ist lediglich eine JTAG-Standard-Debug-Schnittstelle oder DAP am Target erforderlich.

Eine weitere wesentliche Neuerung: Der Support für die Virtualizer-Simulator-Plattform von Synopsys wird mit UDE 4.6 auf Mehrkernsysteme ausgeweitet. Damit kann die UDE auch als Frontend für Multicore-Simulationen verwendet werden basierend auf AUIRX/TriCore-, Power-Architecture- oder ARM-Core-Modellen.

Infolge des neuartigen Ansatzes persistenter Trace-Ströme innerhalb der UDE ist nun außerdem ein Export von Trace-Daten sowie ihr späterer Import und eine Offline-Analyse ohne teure HiL-Target-Umgebung möglich. Die Verwaltung der verschiedenen Trace-Aufzeichnungen mit frei wählbaren Bezeichnungen und exaktem Zeitstempel passiert direkt in der Debugger-Oberfläche. Filter-Funktionen für die Symbol- und Peripherieregister-Auswahl vereinfachen die Navigation auch in großen Applikationen und sehr komplexen SoCs.

Komfortabler und leistungsfähiger präsentiert sich auch die COM-basierte Softwareschnittstelle der UDE. So wurden unter anderem die Möglichkeiten fürs Laden von Multicore-Applikationen sowie das Setzen von Breakpoints durch Tools Dritter entscheidend erweitert und vereinfacht. Zusätzliche komplett neue Funktionen gestatten nunmehr die automatisch ablaufende Konfiguration, Ausführung und Dokumentation von Code-Coverage-Messungen sowohl durch eigene Makros als auch durch externe Tools. Dies unterstützt Test-Workflows zur Sicherung der Softwarequalität entsprechend ISO26262.

Die volle Cross-Debugger-Funktionalität von UDE 4.6 steht auch innerhalb von Eclipse-Umgebungen einschließlich der aktuellen Eclipse-Version 4.5 (Mars) und CDT 8.7 zur Verfügung.