PICMG verabschiedet CompactPCI Plus als PICMG 2.30

Die PICMG-Arbeitsgruppe für CompactPCI Plus hat den Draft-Standard PICMG 2.30 verabschiedet. Damit ist der Weg geebnet zu CompactPCI-Hybridsystemen mit seriellen und parallelen Bussystemen.

Die PICMG-Arbeitsgruppe CompactPCI Plus hat unter dem Vorsitz von Manfred Schmitz, technischer Geschäftsführer der MEN Mikro Elektronik, mit »PICMG 2.30 PlusIO« den ersten von zwei geplanten Draft-Standards zu CompactPCI Plus verabschiedet.

PICMG 2.30 basiert auf der CompactPCI-Core-Spezifikation PICMG 2.0 und definiert den Migrationspfad vom parallelen CompactPCI zum seriellen CompactPCI Plus. Hierfür wurde ein neuer Peripherie-Slot zusammen mit einem Stecker für mindestens 10 Gbps schnelle differenzielle Signale definiert, um auch die nächste Generation serieller Busse wie SATA 3.0, PCI-Express 2.0, 10GBase-T-Ethernet, USB 3.0 etc. zu unterstützen. Diese Peripherie-Slots lassen sich neben PCI-Express-Erweiterungen für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Geschwindigkeit und Datenübertragungsrate auch für Festplatten-RAIDs, Ethernet-Switches oder USB-gestützte WiFi-Lösungen einsetzen.

In der Praxis lassen sich damit bestehende CompactPCI-Systeme zu Hybrid-Lösungen erweitern, indem die seriellen Busse auf einem modifizierten J2-Steckverbinder der CPU-Karte unterstützt werden. Solch eine Hybrid-CPU bleibt 100 Prozent kompatibel zu CompactPCI, die Peripherie-Slots sind 100 Prozent CompactPCI-Plus-kompatibel.