MAKER TOOLS - Entrepreneurs der Stunde Maker - Startups - Unternehmen

Das »Internet of Things« und die »Maker«-Bewegung sind in aller Munde. Ist es nur ein Hype? Was wird bleiben? In diesem zweiteiligen Beitrag wird gezeigt, welche Merkmale Maker heute auszeichnen und auf welchen Technologiefeldern sie mittlerweile etabliert sind.

Gemäß der Definition laut wikipedia.de bezeichnet »Maker« eine Subkultur, die man auch als Do-it-yourself-Kultur unter Nutzung aktueller Technik beschreiben kann. Von der alten Definition des Bastlers nach Erich Kästner (»Ein Bastler ist jemand, der mit völlig unzureichenden Mitteln völlig überflüssige Dinge herstellt.«) sind die Maker jedoch meilenweit entfernt. Maker sind die Entrepreneurs der Stunde. Bild 1 zeigt den Einfluss auf die Gründung sogenannter Startups und die Wechselwirkung zwischen diesen und etablierten Unternehmen.

Was ist denn nun ein Maker?

Die Maker-Bewegung bewegt sich vom ursprünglichen »Do-it-yourself« (DIY) hin zum »Do-it-together« (DIT) als Modell für Gegenwart und Zukunft. Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung von Projekten ist der Kontakt zu Gleichgesinnten. Zusätzliche Intelligenz und Erfahrung sind hoch willkommen.

Der Amerikaner Dale Dougherty, der 2005 das Magazin »Make« gründete, sieht die Maker-Bewegung mit ihrer Experimentierfreude als Antrieb für die Wirtschaft. Mit seinen Maker Faires will er die umfassende, kreative Kultur weitertragen [1]. Wenn bisweilen der Maker-Bewegung nahezu revolutionäre Bedeutung beigemessen wird, stellt sich die Frage, welche Merkmale einen Maker vom Rest der Welt unterscheiden.

Geoffrey James stellt seine Sicht der Unterschiede zwischen Makers und Takers in inc.com dar [2]. Die Tabelle zeigt eine bearbeitete Darstellung dieser Aussagen.

Eigenschaft Maker Taker 
Selbstvertrauen glauben unabhängig von der Meinung anderer an den eigenen Erfolg. beziehen ihre Motivation von anderen und sorgen sich um deren Sichtweise. 
Engagementmobilisieren eigene Ressourcen und überwinden Schwierigkeiten.sichern das eigene Umfeld und vermeiden Risiken.
Verzichtgehen unbequeme Wege, wenn sie zum Ziel führen.begründen die Unmöglichkeiten des eigenen Handelns.
Selektivitätbewerten eigene Erfahrungen und selektieren Nützliches.lassen sich von vorgefassten Meinungen leiten.
Bewusstseinanalysieren das eigene Verhalten und dessen Auswirkungen auf andere.spekulieren über das Tun anderer.
Muthaben den Mut, die Welt zu verändern, auch wenn scheinbar alles in Ordnung ist.sind froh, wenn Bestehendes erhalten bleibt und sichern dessen Bestand.
Meisterschafterarbeiten sich neue Techniken, bis sie diese beherrschen.versuchen neue Techniken, geben aber auf, wenn sich nicht sofort der erwartete Erfolg einstellt.
Steuerungsehen sich als Meister ihres Schicksals.sehen ihren Erfolg in den Umständen, wenig beeinflussbar durch sie selbst.
Verantwortungstellen sich den Problemen.erkennen Probleme und sind froh über die Lösung durch andere.
Dankbarkeitsind dankbar für Hilfe und erachten diese nicht als selbstverständlich.fragen sich, warum andere nicht mehr tun, um ihnen zu helfen.
Großzügigkeitunterstützen andere, wenn erforderlich.gönnen anderen keine Dinge, die sie möglicherweise nicht verdient haben.
Perspektive wissen, dass ihr Erfolg auch durch das Mitwirken anderer zustande gekommen ist. glauben, dass ihr Erfolg nur durch eigene Leistung begründet ist.
Eigenschaften von Makers & Takers nach [2]

Vielleicht sieht der eine oder andere eine derartige Schwarz-Weiß-Darstellung als wenig hilfreich an, dennoch gibt sie mindestens eine Tendenz wieder. Selbstvertrauen, Neugier, die Bereitschaft, sich einzubringen und im Team ein Projekt voranzubringen, sind unabdingbare Voraussetzungen für einen Maker. Mit diesen Charakteristika und einigen technologischen Voraussetzungen sind die Triebkräfte und Eigenschaften der Maker-Bewegung umrissen.