IoT-Konferenz am 20. Oktober in München Gemeinsame Sprache für das Internet der Dinge

IoT Konferenz
IoT Konferenz

Eine eindeutige Semantik für den Austausch von Informationen über Systemgrenzen hinweg ist eines der Hauptthemen der eintägigen Veranstaltung „IoT – vom Sensor bis zur Cloud“ am 20. Oktober in München.

Auch mobil ist das Internet inzwischen allgegenwärtig, und immer mehr Gegenstände (Dinge) können heute bereits kommunizieren. Verschiedenste Systeme werden zum „Internet der Dinge“ vernetzt und ermöglichen neue Anwendungen, Märkte und Integrationsmöglichkeiten.

Mit dem Internet der Dinge zeichnen sich ganz neue Trends ab:

             Auf der physischen Ebene treten neben die herkömmlichen Übertragungsprotokolle aus der M2M -Kommunikation (GPRS, UMTS, LTE sowie Kurzstreckenfunksysteme wie IEEE802.15.4 oder Bluetooth) zunehmend auch schmalbandige, für die Datenkommunikation optimierte Weitverkehrsnetze. Unter dem Konkurrenzdruck neuartiger Ansätze wie LoRa bzw. LoRaWAN, Sigfox oder Weightless stellt zudem auch die Mobilkommunikation neue Technologien der Machine-Type-Communication (MTC) sowohl in 4G (LTE) als auch 5G bereit.

             Auf der Netzwerkebene findet eine Konsolidierung hin zum Internet Protokoll (IPv6) statt, das sich nun auch bei „kleinen Netzen“ als das durchgängige Netzwerkprotokoll etabliert.

             Für den unerlässlichen Schutz autonomer Automatisierungsanwendungen lassen sich dadurch herkömmliche IP- Sicherheitslösungen einsetzen. Hierfür eignet sich insbesondere das TLS-Protokoll (Transport Layer Security) mit flexibler Ende-zu-Ende-Sicherheit durch beidseitige Authentifizierung, Schlüsselaushandlung und Verschlüsselung, das sich trotz der Komplexität in geschickten Implementierungen auch auf kleinen und kostengünstigen Mikrocontrollern umsetzen lässt.

             Die Konsolidierung hat allerdings die Anwendungsschicht noch nicht erreicht. Dies ist umso kritischer, als die semantische Eindeutigkeit – also ein gemeinsames Verständnis der Dateninhalte – eine wesentliche Voraussetzung für die effiziente Systemintegration darstellt. Hier sind bislang vor allem branchen- oder unternehmensspezifische Lösungen und Architekturen zu sehen, die – im besten Fall – eine vertikale Integration erlauben, wie z.B. OPC-UA für die industrielle Automation.

             Und auch für die Verwaltung der Netzwerkknoten existieren bislang keine übergreifenden Lösungen.

Gegenwärtig sehen wir somit zunächst ein Internet der Dinge, bei dem die Dinge zwar zunehmend miteinander reden, sich aber trotzdem oft noch nicht verstehen. Mit welchen Herausforderungen Entwickler und Integratoren von IoT-Anwendungen hier zu kämpfen haben und wie die aktuellen Lösungsansätze aussehen, ist Thema der eintägigen Veranstaltung »Internet of Things – vom Sensor bis zur Cloud« am 20. Oktober 2016 in München, welche die Fachmedien DESIGN&ELEKTRONIK und Markt&Technik mit Prof. Dr. Axel Sikora, Hochschule Offenburg / Hahn-Schickard, als wissenschaftlichem Beirat veranstalten.

Diese Konferenz beschäftigt sich mit den Architekturen und der Verteilung der Anwendungen ebenso wie mit Ökosystemen, Services, Datenmodellen und Semantik für den Weg der Daten vom Sensor in die Cloud und zurück. Auf der Webseite der Veranstaltung stehen das detaillierte Veranstaltungsprogramm mit den Abstracts der Vorträge und alle weiteren Informationen online.