Fujitsu Siemens weitet Geschäft mit industriellen Computerboards aus

Fujitsu Siemens, der einzige noch verbliebene PC-Computerhersteller in Europa, bringt ein Mini-ITX-Mainboard auf den Markt, das gezielt für die Bedürfnisse industrieller Computer entwickelt wurde.

Schon in der Vergangenheit hat Fujitsu Siemens seine Boards teilweise an industrielle Kunden verkauft – sei es an die Halbschwester Siemens oder an Systemintegratoren, die die Boards zukaufen. Mit ATX und MicroATX stellte Fujitsu Siemens jedoch nur Bauformen her, die von Desktop-PC-Technik abgeleitet waren. Mit dem neuesten Board D2703-S im MiniITX-Format (17 x 17 cm²) bietet FSC erstmals ein kompaktes System mit mobiler Chiptechnik an. Der Chipsatz AMD M690E & SB600 mit Sockel S1 kann sowohl mit einen stromsparenden AMD Sempron (8W) als auch mit Turion-64-X2-Prozessoren bestückt werden.

Auch dieses Board ist die Abwandlung eines bereits bestehenden Produkts für ein Computersystem von Fujitsu Siemens – in diesem Fall für einen Thin Client. Außer der Leiterplatte hat die Industrie-Platine mit dem Client-Produkt allerdings nicht viel gemeinsam, denn sämtliche Komponenten sind für einen höheren Temperaturbereich (0 bis 60 Grad) ausgelegt und Chipsatz/Prozessor sind bis 2012 verfügbar und stammen aus dem AMD-Embedded-Programm.

Die Stromversorgung kann mit 24 V DC oder über ein ATX-Netzteil erfolgen. Der AMD-Grafikkern Radeon X1250 unterstützt Dual-Channel-LVDS, DVI und VGA. Bei den Schnittstellen gibt sich das Board modern: 8x USB, 2x Firewire 400, 2x Gigabit-LAN und CompactFlash sind an Bord. Das Board ist besonders für die Befestigung hinter Touch-Screens geeigent. Die Serienproduktion soll Anfang 2008 beginnen.