VDMA rechnet mit 5 Prozent mehr Umsatz für Elektronikfertigungs-Ausrüster

Die deutschen Hersteller von Maschinen und Anlagen zur Elektronikfertigung rechnen 2008 mit einem Umsatzplus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, berichtet der VDMA. Die Erwartungen für 2009 fallen allerdings deutlich bescheidener aus.

Der Fachverband Productronic des VDMA hat in einer Geschäftsklimaumfrage seine Mitglieder zur aktuellen wirtschaftlichen Situation befragt. Die Antworten der beteiligten Unternehmen, darunter Fertiger von Maschinen, Anlagen, Materialien und Komponenten für die Elektronikfertigung, zeichnen ein detailliertes Bild der aktuellen Situation der Branche.

Für das laufende Jahr 2008 melden die Unternehmen noch relativ gute Zahlen: Immerhin ein Drittel der Befragten berichtet von einer gleichbleibenden oder besseren Auftragslage als noch vor einem Jahr, nur 16 Prozent sieht sinkende Umsätze für das Jahr 2008. »Die Branchenteilnehmer antworteten trotz gesunkener Wachstumsprognosen in unseren Kundenmärkten weniger dramatisch als erwartet. Die Unsicherheiten für die Entwicklung unserer heterogenen Branche im nächsten Jahr bleiben aber«, betont Volker Pape, Vorstand der VISCOM AG und Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Productronic.

Laut VDMA bleibt die Elektronikbranche auch 2009 auf einem wenn auch bescheidenen Wachstumspfad. Dies würde den Elektronikfertigungs-Ausrüstern zugute kommen. Doch trotz optimistischer Vorhersagen des VDMA gehen in der aktuellen Umfrage 51 Prozent der Befragten im Jahr 2009 von sinkenden Umsätzen aus. Im Durchschnitt rechnen die Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 2 Prozent für 2009.

Die weiteren Einschätzungen aus der Umfrage: Klar entwickelt sich die Arbeitszeit der Beschäftigten: Werden aktuell noch von einem Viertel der Befragten Überstunden gefahren, planen 93 Prozent den Übergang zu normaler Arbeitszeit. Kurzarbeit spielt mit zwei Prozent auch in der Planung keine Rolle. 37 Prozent der Befragten planen Stellen abzubauen. Der durchschnittliche Auftragsbestand liegt im Vergleich zur April-Umfrage unverändert bei 3,2 Produktionsmonaten. Die aktuelle Preissituation wird überwiegend mit befriedigend beurteilt, die Ertragssituation sogar mit befriedigend bis gut.