Ruwel rüstet sein Leiterplattenwerk in Geldern auf

Mit einer Investition in Millionenhöhe wird derzeit das Ruwel-Stammwerk in Geldern aufgerüstet. Im Fokus bleiben Leiterplatten für den Automotive-Markt.

Gut 62 Prozent des Umsatzes 2006 (etwa 167 Mio. Euro) erwirtschaftet Ruwel mit Kfz-Elektronik. Das Werk Geldern mit mehr als 500 Mitarbeitern ist fast ausschließlich auf diese Branche fokussiert. Das soll auch so bleiben, verspricht der Markt doch stabile und hohe Wachstumsraten.

Viel Potenzial sieht Ruwel vor allem in der Microvia-Technologie. Drastisch eingeschränkte Bauräume, erhöhte Temperaturanforderungen und höchste Packungsdichten machen den Einsatz von Microvia-Leiterplatten im Auto mehr und mehr notwendig. Die Nachfrage nach diesem Leiterplattentyp werde deshalb in den kommenden Jahren stark steigen, ist man sich bei Ruwel sicher.

So fließt ein großer Teil der Investitionen in den Ausbau der Microvia-Kapazitäten, zum Beispiel in modernste Laserbohrtechnik. Weil Microvias aber nur in Kombination mit Fine-Line-Strukturen Sinn machen, wenn sie der Miniaturisierung dienen sollen, wird auch der gesamte Bereich Fotodruck bis zum Frühjahr modernisiert. Dann soll das Werk Geldern in der Lage sein, Feinstleiterstrukturen in Großserie zu fertigen. In einem ersten Schritt wurden bereits die Belichtungsautomaten erneuert. Es lassen sich damit auch großformatige Leiterplatten mit hohen Topografien durch eine hohe Lagenzahl und dicke Kupferlagen bei höchster Integration mit bis zu 50 µm feinen Strukturen in Volumen fertigen.