Leiterplattenmarkt: Umsatzwachstum hält an

Im Juli 2007 lagen die Umsätze der Leiterplattenhersteller in Deutschland leicht über dem Juni, jedoch knapp 1 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

Dies berichten der Verband der Leiterplattenindustrie und der ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems. Für den Sommermonat Juli sei dies das drittbeste Resultat seit 2000. Üblicherweise werden im ersten Halbjahr knapp 60 Prozent des Jahresumsatzes erreicht, so dass bis Jahresende 2007 ein ähnlich hohes Volumen wie im Vorjahr erwartet wird.

Der Auftragseingang im Juli lag 10 Prozent unter Vorjahr. Kumuliert erreichte er 7 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2006. Dennoch ist es – bezogen auf den Juli und auf den in den ersten sieben Monaten aufgelaufenen Auftragseingang – das drittbeste Ergebnis seit 2000.

Die bei vielen chinesischen Wettbewerbern festzustellende hohe Auslastung veranlasst immer mehr Unternehmen, wieder vermehrt Aufträge in Europa zu vergeben. Auch qualitative Gründe spielen eine Rolle, insbesondere bei den jetzt geforderten bleifreien Oberflächen.

Die »Book-to-Bill-Ratio«, ein mittelfristiger Trendindikator, steigt damit auf 1,07. Die Book-to-Bill Ratio kennzeichnet das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz. Das heißt, eine Book-to-Bill Ratio von beispielsweise 1,10 entspricht einem Auftragseingang von 1,10 Euro bei 1,00 Euro Umsatz im gleichen Zeitraum.