Elektronik-Zeitreise Verkehrsampeln über Funk von Lochstreifen gesteuert

Ampeln intelligent zu schalten ist schwierig. Das wusste man auch schon 1960.
Ampeln intelligent zu schalten ist schwierig. Das wusste man auch schon 1960.

Manche Ampeln werden gefühlt nie grün und falls doch, dann lassen sie nur drei Autos während der Grünphase durch. Ohne intelligente Steuerung wäre das Chaos jedoch noch größer. 1960 berichtete die Elektronik über einen Funk-Steuerungsmechanismus in Washington.

Um den Straßenverkehr von Washington in den Spitzenzeiten flüssiger und schneller abwickeln zu können und um den Werktätigen die An- und Abfahrt zu und von ihren Arbeitsplätzen zu verkürzen, hat man jetzt das gesamte Ampelnetz der amerikanischen Bundeshauptstadt vom Netz- auf Funkbetrieb umgestellt.

Als zentraler Steuerungsmechanismus dient ein Elektronengehirn, in dem der gesamte für den Tag vorausberechnete Verkehrsablauf auf Lochstreifen phasenmäßig gespeichert werden kann. Die Phasenumschaltung erfolgt dann auf dem Funkwege. Die Verkehrsfachleute betonen folgende Vorteile des neuen Systems gegenüber der alten Kabelsteuerung: Die kostspielige Verlegung von Kabeln entfällt, Phasenangleichung und -abstimmung lassen sich weit schneller durchführen.

Bei dem neuen System brauchen bei der Synchronisierung der gesamten Verkehrsampeln vorher nur die gewünschten Phasen auf Lochstreifen aufgezeichnet und die Streifen in das Elektronengehirn eingeführt werden.