Digitalisierung der Energiewende VDE|FNN begrüßt Gesetz, aber...

Das künftige intelligente Messsystem.
Das künftige intelligente Messsystem.

Der VDE|FNN begrüßt das vom Bundesrat verabschiedete Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. Dabei geht es um den flächenmäßigen Einsatz von Smart Metern. Kritisch sieht der VDE|FNN nicht nur die verlängerte Datenspeicherung.

Kurz vor der Sommerpause verabschiedete der Bundesrat das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. Damit gibt es in Deutschland nun eine rechtsverbindliche Verpflichtung zum breiten Einbau sogenannter Smart Meter. Gleichzeitig sieht das Gesetz einen Weg vor, bis wann und wie die intelligenten Stromzähler verpflichtend eingeführt werden. Darunter versteht der Gesetzgeber die Erweiterung der Zähler um ein Kommunikationsmodul, einem Smart-Meter-Gateway. Gegebenenfalls kann eine Steuerbox, mit der sich beispielsweise EEG-Anlagen oder große Lasten steuern lassen, integriert werden.

Dem Gesetz vorausgegangen sind fünf Jahre politischer Diskussionen, auch mit dem Forum Netztechnik/Netzbetrieb des VDE. Das FNN begrüßt die Verabschiedung des Gesetzes. Dr. Stefan Knüppers, Vorstandsvorsitzender bei VDE|FNN, betonte deren Rolle: »FNN hat die Arbeiten an dieser neuen Infrastruktur von Anfang an begleitet und als neutrale Plattform für die Standardisierung eines interoperablen Messsystems mit austauschbaren Geräten gesorgt.«

Das Gesetz im Detail

Die Bundesregierung möchte mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende Erzeugung und Verbrauch in den Stromnetzen besser vernetzen. Der Rollout der Smart Meter soll stufenweise erfolgen: Beginnend mit Großverbrauchern mit einem Bedarf von über 10.000 kWh/Jahr sowie größeren EEG-Anlagen mit 7 – 100 kW installierter Leistung im Jahr 2017; bis zum Jahr 2021 folgen Verbraucher mit mindestens 6000 kWh/Jahr.

Zudem legt das Gesetzt technische Vorgaben für die intelligenten Messsysteme fest. Datenschutz und Interoperabilität werden verbindlich geregelt und die Verbrauch sollen Informationen z.B. über den tatsächlichen Energiebedarf sowie über die tatsächliche Nutzungszeit erhalten. Auch Kleinerzeugungsanlagen mit einem bis einschließlich 7 kW elektrischer Leistung werden in das Digitalisierungsansatz mit einbezogen. Das Gesetz gilt allerdings nicht für Bestandsanalgen, sondern nur für neuinstallierte Anlagen. Ebenfalls stärker berücksichtigt wird im endgültigen Gesetz die Elektromobilität.

Grundsätzlich begrüßt das VDE|FNN das Gesetz, aber…!