Lithium-Ionen-Batterien Varta plant 100 Millionen Zellen pro Jahr

Varta weitet seine Produktionskapazitäten erneut aus. 2020 sollen über 80 Millionen Zellen und ab 2021 sollen 100 Millionen Zellen hergestellt werden. Grund ist die hohe Kundennachfrage.

Die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Akkus ist nach wie vor hoch – der Markt wächst jährlich über 30 Prozent. Darum erweitert Varta seine Produktionskapazität auf 100 Millionen Zellen pro Jahr. Stark geprägt wird das Marktwachstum von der Miniaturisierung der Anwendungsgeräte, der zunehmenden Konnektivität sowie dem kabellosen Trend.

Herbert Schein, CEO der Varta, erläutert: »Wir wachsen deutlich schneller als der Markt und erhöhen deswegen nochmals massiv unsere Produktionskapazitäten.«

Besonders im Bereich der Lifestyle Headsets unterstützte das Unternehmen den technologischen Wandel weg von den zylindrischen Batteriezellen hin zu den Batterien im Coin-Format, die zum Beispiel in schnurlosen Kopfhöreren eingesetzt werden. Dadurch konnte Varta sich in dem Segment Wettbewerbsvorteile sichern.

Die Kapazitätserweiterung erfordert ein zusätzliches Investitionsvolumen von rund 100 Millionen EUR – für zusätzlich 40 Mio. Zellen pro Jahr. Das Investitionsvolumen soll aus dem Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit oder möglicherweise auch aus einer Kapitalerhöhung mittels eines Platzierungsverfahrens mit institutionellen Anlegern finanziert werden, die in Abhängigkeit von den Marktgegebenheiten zeitnah durchgeführt werden könnte.

Für 2020 hat sich der Konzern hohe Ziele gesetzt: Es soll eine weltweit marktführende Position mit Lithium-Ionen-Zellen mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent an erreicht werden. Ursprünglich war geplant, die Produktionskapazität von rund 50 Millionen Zellen in 2019 auf rund 60 Millionen Zellen in 2020 auszuweiten.