Sportsponsoring Solar-Firma wird Partner des FC Bayern

Schon bei der Fussball-WM 2010 konnte der aufmerksame Beobachter erkennen, dass der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy auf Sport- und insbesondere Fußball-Sponsoring setzt. Jetzt unternimmt das Solar-Unternehmen einen gezielten Anlauf, in der deutschen Bundesliga Fuß zu fassen, um seine Geschäfte auf dem deutschen Markt auszudehnen.

Auf einer Pressekonferenz in der Münchener Arena gaben Dr. Jason Liu, Vice-President Yingli Green Energy, der den erkrankten Firmengründer und CEO Liansheng Miao vertrat, und Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern AG, einen Einstieg von Yingli als Premium Partner aus dem Bereich Erneuerbare Energien zunächst bis Ende der Saison 2013/2014 bekannt. Das Vertragsvolumen wurde nicht genannt, es dürfte sich jedoch um eine siebenstellige Summe handeln. Yingli erhält im Gegenzug Marketingrechte, inklusive Ticketing, Hospitality, Werbung und PR/Medien zusammen mit der Möglichkeit Produkte im Rahmen des FC Bayern-Fanshops zu vertreiben. Desweiteren hält es Rummenigge für denkbar, dass der FC Bayern in China, wo es bereits 7 Fanclubs gibt, ein Freundschaftsspiel austragen wird.

Yingli hat in dem wichtigsten US-Markt für Solarenergie, Kalifornien, einen Marktanteil von fast 30 % erreicht. Die Firma mit Sitz in der Provinz Hebei südlich von Peking ist mit über 6000 Mitarbeitern eine der größten Solarenergie-Firmen der Welt. Die Europazentrale von Yingli Solar befindet sich in München. Yingli verfügt über eine große Fertigungstiefe und betreibt auch eine Fabrik zur Siliziumherstellung. Die Firma publiziert Detailinformationen zum Umweltschutz. Die Produktionsstätten sind ISO 14001 zertifiziert. Eine neue Abwasserbehandlungs- und Wasseraufbereitunganlage sind seit 2008 installiert. Ungewöhnlich ist, dass der Schlamm, welcher durch das Sägen der Solar-Wafer anfällt, recycelt wird.

In konkreten Projekten soll auch der Einbau von Solarmodulen auf dem Dach der Arena oder der Aufbau von Stromtankstellen für E-Cars von Arena-Besuchern untersucht werden.