Eine USV, die mitwächst Schutz für dynamische Unternehmen

Wenn Unternehmen wachsen, muss die Technik immer wieder angepasst werden.
Wenn Unternehmen wachsen, muss die Technik immer wieder angepasst werden.

Unterbrechungsfreie Stromversorgungen richtig zu dimensionieren, ist fast nicht möglich – denn die Anforderungen im Unternehmen ändern sich mit der Zeit. Modulare USV bieten jedoch die Möglichkeit, sich an variierende Bedürfnisse flexibel anpassen zu lassen.

Unternehmensentwicklung und Ausbau der technischen Infrastruktur gehen Hand in Hand. Dabei muss die Technik den ständig wechselnden Anforderungen während einer Expansion oder einer Umstrukturierung gewachsen sein. Die Ansprüche an die Technik können sich auch in sehr kurzen Intervallen ändern: Unternehmen, die beispielsweise cloudbasierte Dienstleistungen anbieten, sind stündlich wechselnden Serverauslastungen und entsprechenden Lastschwankungen ausgesetzt.

Um sicher zu gehen, dass alle geschäftsrelevanten Prozesse bestmöglich ablaufen, wird oftmals eine unnötig hohe Summe in die IT-Infrastruktur investiert. Denn wie leistungsfähig die Technik dafür sein muss, ist oft schwierig abzuschätzen. Daher sind häufig Systeme über­dimensioniert – ihre Leistung geht weit über die tatsächlich benötigten Kapazitäten hinaus. Die Alternative ist IT-Technik, die sich nach dem Motto „Pay-as-you-Grow“ jederzeit flexibel an variierende Bedürfnisse anpassen lässt.

In Rechenzentren und in Serveranlagen haben sich weitgehend zwei Bauarten unterbrechungsfreier Stromversorgungen durchgesetzt: die tra­ditionelle Monoblock-Architektur und modulare USVs. Modulare USV-Architekturen haben den entscheidenden Vorteil, dass sie viel kleinstufiger dimensioniert werden können. So lässt sich die Leistung viel genauer an die tatsächliche Last anpassen.

Zusätzliche Leistungsmodule werden erst bei Erhöhung der Last eingebaut, sodass die Anlage immer mit ihrem optimalen Wirkungsgrad arbeitet. AEG Power Solutions hat mit der M-Serie flexible USV-Anlagen für verschiedenste Anwendungen – von kleinen Serverräumen bis zu großen Rechenzentren – im Programm.

Je nach Anlage lassen sich mehrere Stromversorgungsmodule mit Leistungen zwischen 10 und 50 kVA integrieren, um eine Gesamtleistung von bis zu mehreren Hundert kVA gewährleisten zu können. Diese Module verfügen über autarke Hardware, dadurch funktio­nieren sie unabhängig voneinander. Dabei sind sie unkompliziert erweiter- oder austauschbar. So ist es möglich, flexibel auf Veränderungen im Lastprofil einzugehen – und das während des laufenden Systembetriebs.

Mit dem Bedarf wachsen

Bei USV-Anlagen wird eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 10 bis 20 Jahren kalkuliert. Bei der Anschaffung wird der künftige Lastzuwachs über diesen Zeitraum einberechnet. Bis dahin läuft eine Monoblock-USV nicht im optimalen Effizienzbereich. Eine modulare Bauform hingegen lässt sich kleinstufiger und präziser auf die benötigte Leistung anpassen.

Der Einbau zusätzlicher Module erfolgt erst bei Bedarf. Dadurch läuft die Anlage immer in ihrem optimalen Wirkungsgrad. Steigen die Anforderungen darüber hinaus weiter an, ist es möglich, mehrere Systeme in Reihe zu schalten. 

Anstatt von Vornherein in ein zu leistungsstarkes System zu investieren, wächst eine modulare Lösung also mit den Anforderungen des Unternehmens. Sinken die Anforderungen, können einzelne Module in den Standby versetzt werden oder sogar entfernt und an anderer Stelle eingesetzt werden. Dadurch erweist sich diese Architektur als besonders effiziente Lösung für kleine Server-Räume, aber auch für ganze Rechenzentren.

Durch den parallelen internen Aufbau ist eine kleinstufige Anpassung an die akute Last möglich. Steht die USV nicht unter Volllast, arbeiten die Module abwechselnd in Zyklen. Das führt zu längeren Lebenszeit der Module und damit auch des gesamten Systems. Beim Ausfall eines Moduls, kann die Last durch diese redundanten Module aufgefangen werden.

Bei einem solchen Ausfall informiert das System automatisch einen Techniker. Die Instandsetzung verläuft entsprechend unkompliziert und kurzfristig durch den Austausch des defekten Moduls durch ein neues – sogar im laufenden Betrieb. Das verkürzt die Wartungszeit enorm.

 

Modulare USV für kleine und mittelgroße Anwendungen
Protect Plus M400 ist die eine modulare Kompakt-USV von AEG Power Solutions. Die erst kürzlich vorgestellte unterbrechungsfreie Stromversorgung entspricht dem VFISS-111-Standard. Je nach Anspruch setzt sich die USV aus bis zu vier 10-kVA-Stromversorgungs-Modulen zusammen. Dabei ist die USV so kompakt konzipiert, dass sie in standardmäßigen 19-Zoll-Schaltschränken Platz findet.  Für eine höhere Ausfallsicherheit oder Kapazitätserweiterung können bis zu vier Racks parallel betrieben werden. Die USV ist zugeschnitten auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelgroßen Anwendungen in IT, Industrie und Wirtschaft. Die skalierbare USV erreicht einen Wirkungsgrad von 95 % bzw. 98 % im Eco-Modus. Sie ist hinsichtlich der Total Costs of Ownership optimiert. Besondere Merkmale sind der intelligente Testmodus, ein leistungsstarkes Lademodul und ein 7-Zoll-Touchscreen.

 

 

Alessandro Nalbone ist Produktmanager bei AEG Power Solutions.