Solarenergie Prof. Eicke R. Weber in Akademie der Technikwissenschaften gewählt

Prof. Eicke R. Weber als Mitglied in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften gewählt.

Der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, Prof. Eicke R. Weber, wurde als neues Mitglied in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften acatech gewählt.

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften - dazu zählen die Ingenieurwissenschaften, angewandte Naturwissenschaften sowie Teilbereiche der Geistes- und Sozialwissenschaften - ist die erste nationale Wissenschaftsakademie Deutschlands. Mit dem Ziel eines nachhaltigen Wachstums vertritt acatech die Technikwissenschaften im In- und Ausland und berät Politik und Gesellschaft in technikbezogenen Zukunftsfragen. Prof. Reinhart Hüttl, Wissenschaftlicher Vorstand der acatech und Sprecher des Vorstands Deutsches GeoForschungsZentrum: „Um den Herausforderungen einer nachhaltigen Energieversorgung zu begegnen, gewinnen wir mit Prof. Eicke Weber nicht nur einen exzellenten Wissenschaftler, sondern gleichzeitig den Leiter eines der weltweit bedeutendsten Solarforschungsinstitute“.

Die Mitglieder der Akademie der Technikwissenschaften organisieren sich in Themennetzwerken, die wiederum Projekte auf den Weg bringen. In den Projektgruppen werden Themen mit Bezug zur Technik untersucht, analysiert und bewertet. Ergebnisse der Arbeit werden Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auf Veranstaltungen und in Publikationen zugänglich gemacht.

Prof. Eicke R. Weber war 2006 nach über 20jähriger Lehrtätigkeit an der University of California, Berkeley, nach Deutschland zurückgekehrt, um die Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg zu übernehmen. Zugleich hat er den Lehrstuhl für Angewandte Physik, Solarenergie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg inne. Die wissenschaftliche Laufbahn Eicke Webers begann mit dem Studium der Physik in Köln, wo er auch promovierte und habilitiert wurde. 1983 nahm er einen Ruf an das Department of Materials Science and Engineering der University of California, Berkeley, an, wo er im März 2004 zum Chair der interdisziplinären Nanoscale Science and Engineering Graduate Group ernannt wurde. Eicke Weber hat sich weltweit einen Namen gemacht als Materialforscher für Defekte in Silicium und III-V-Halbleitern wie Galliumarsenid und Galliumnitrid. Er publizierte mit seiner Arbeitsgruppe mehr als 600 Veröffentlichungen und ist Mitherausgeber der Buchserie „Semiconductors and Semimetals“ von Academic Press. In jüngeren Jahren beschäftigte er sich zudem mit der Frage, wie sich aus Silicium mit hohem Metallgehalt (dirty silicon) gute Solarzellen herstellen lassen – ein Thema, das auch am Fraunhofer ISE verfolgt wird. 1997 war Weber Gründungsmitglied des Konsortiums »Silicon Wafer Engineering and Defect Science«, an dem heute weltweit zwölf Firmen und neun Universitätsgruppen beteiligt sind. Eicke Webers wissenschaftliche Leistung wurde mit zahlreichen Ehrungen gewürdigt.