Organische Solarfolie in Subtropenklima Phase zwei des großen Pilotprojekts beginnt

Phase zwei des großen Pilotprojekts: Am Clean Tech I Gebäude sind nun 45 Solarfilme mit jeweils 3,25 Metern länge installiert. Sie wurden dafür auf Glaselemente, insgesamt 25, laminiert.
Das große Pilotprojekt von Heliatek zur Evaluierung neuer Methoden zur dezentralen und »grünen« Energieerzeugung in asiatischen Städten erfüllt bislang die Erwartungen der Verantwortlichen.

Vor etwa einem Jahr startete Heliatek ein großes Pilotprojekt in Singapur. Der deutsche Solarfolien-Hersteller untersucht, ob sich seine organischen Solarfilme für städtisch umsetzbare Methoden zur Energiegewinnung in tropischem Klima eignen. Jetzt geht das Projekt in die nächste Runde.

Mittlerweile ist es das größte Projekt mit organischer, gebäudeintegrierter Photovoltaik in ganz Asien. Mittendrin: Der Hersteller Heliatek aus Deutschland. In der Forschungsabteilung der Dresdener Firma wurde der organische Farbstoff entwikelt, der in den Solarfolien zum Einsatz kommt. In der ersten Phase des Pilotprojekts, das von der Regierungsbehörte Jurong Town Corporation (JTC) und dem Wirtschaftsministerium von Singapur unterstützt wird, wurden auf dem überdachten Fußweg zum Seletar Flughafen (Seletar walkway) Photovoltaikmodule aus Solarfolie mit einer Gesamtfläche von etwa 30 m² montiert.
 

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Heliateks großes Pilotprojekt in Singapur

Gebäudeinstallation von Solarfilm-Modulen.

In der nun angebrochenen zweiten Phase wurden weitere Photovoltaikmodule installiert. Diesmal auf dem Dach und der Fassade des JTC Clean Tech I und II Gebäudes (siehe Fotostrecke). An zwei Fassaden des Clean Tech I Gebäudes befinden sich nun insgesamt 101 Solarfilme, die zwischen 2 und 3,25 m lang sind. 87 weitere sind auf dem Dach des Clean Tech II Gebäudes.

Überwacht werden die Solardaten vom Solar Energy Research Institute Singapur (SERIS). Bisher, so Heliatek, zeigen die organischen Solarfilme auch bei hohen Temperaturen und dem tropischen Klima in Singapur eine stabile Leistung. An Häuserfassaden geschehe die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom auch bei nicht optimaler Ausrichtung der Module effizienter, als es mit konventionellen (also anorganischen) Solarzellen möglich wäre.

Im nächsten Schritt werden transparente Solarfilme installiert. Das Projekt soll noch bis Mitte 2017 laufen.