Energiewende Neuer Windatlas für Europa

Windparks sind eine tragende Säule der Energiewende. Der Windatlas soll bei der Standortwahl helfen.
Windparks sind eine tragende Säule der Energiewende. Der Windatlas soll bei der Standortwahl helfen.

Der Ausbau der Windenergie ist ein wichtiger Faktor beim Erreichen der Klimaziele Europas. Allerdings scheitert ein Neubau oft noch an der Standortfrage. Ein neuer Windatlas soll helfen.

Am 27. Juni wurde in Brüssel der neue europäische Windatlas vorgestellt. Entwickelt wurde er im Forschungsprojekt »NEWA«. Forscher der Universität Oldenburg, des Fraunhofer Instituts für Energiewirtschaft und Energiesysteme (IEE) und des Fraunhofer Instituts für Windenergiesysteme (IWES) bildeten das deutsche Konsortium. Insgesamt haben in dem Projekt 30 Partner aus acht verschiedenen europäischen Ländern zusammengearbeitet.

Im mit insgesamt 13,5 Millionen Euro von der Europäischen Union (EU) geförderten Projekt wurden neue Methoden zur Bewertung der Windverhältnisse entwickelt und validiert. Der Atlas soll Unternehmen die Suche nach neuen Standorten für neue Windparks erleichtern. Am 2. Juli wurde der Windatlas auch der deutschen Windenergiebranche in Hannover präsentiert. Ein zentrales Ziel des neuen Windatlas war die Entwicklung von standardisierten Online-Karten für die Standortbewertung.

Interaktive Karten machen´s möglich

Anhand eines Wettermodells wurden die Windverhältnisse der letzten 30 Jahre in ganz Europa mit einer Auflösung von drei mal drei Kilometern simuliert. Online können nun für jeden Punkt in der EU Informationen über das langjährige Windklima abgerufen werden. Dazu gehören interaktive Karten, Zeitreihen und Statistiken der Windgeschwindigkeit und anderen relevanten Parametern in unterschiedlichen Höhen. »Der Umfang und die Genauigkeit des neuen europäischen Windatlas werden eine neue Grundlage für die Planung der Windenergienutzung in Europa darstellen«, sagt IWES-Wissenschaftler und Projektkoordinator Dr. Bernhard Lange.

Mit den Projektergebnissen liefern die Forscher einen Beitrag zur genaueren Bestimmung des europäischen Windenergiepotenzials. Damit wollen die Wissenschaftler eine Kostenreduzierung für die Stromerzeugung aus Windparks erreichen.