5G für die Energiewende Mobilfunk-Großprojekt in Dresden gestartet

Kann 5G bei der Einspeisung von Solar- oder Windenergie helfen?
Kann 5G bei der Einspeisung von Solar- oder Windenergie helfen?

In Dresden hat ein Großprojekt zum neuen Mobilfunkstandard 5G und dessen Anwendung in der Energietechnik begonnen. 5G könnte bei der Einspeisung erneuerbarer Energien helfen.

Die Technische Universität Dresden, der RWTH Aachen sowie die Unternehmen Ericsson und Deutsche Telekom unterzeichneten am Donnerstag einen Kooperationsvertrag. Dies teilte die TU Dresden mit. 5G soll in Zukunft etwa zehn Mal so schnell Daten übertragen können wie der derzeitige LTE-Mobilfunkstandard. »Der neue Mobilfunkstandard wird wichtig bei der Energiewende werden«, sagte Projektleiter Joachim Seifert von der TU Dresden.

Energie werde künftig zunehmend dezentraler etwa über Solarzellen oder Windkraftanlagen gewonnen, argumentierte Seifert. Der neue Mobilfunkstandard 5G soll dabei helfen, den Strom einzuspeisen und beziehen zu können. Für das Projekt arbeiten Forscher aus den Gebieten Maschinenbau, Elektro- und Kommunikationstechnik zusammen.

Einen Schwerpunkt legt das Forschungsvorhaben laut Seifert darauf, die Sicherheit der Datenübertragung über 5G zu optimieren. Das Bundeswirtschaftsministerium gibt für die ersten zwei Jahre des bis maximal 2028 dauernden Projekts drei Millionen Euro - den Rest der Gelder bringt die Industrie auf.