embedded world 2020 Einblicke in die Stromversorgung

Varta Microbattery, TDK Lamda und Systemtechnik Leber

Varta

Der Stand von Varta Microbattery in Halle 4A punktete ganz klar mit schlichter Eleganz. In einer langen Glasvitrine lagen die Knopfzellen, CoinPower Mikrobatterien und zylindrische Batterien. Das Baden-Württembergische Unternehmen verfügt über eine eigene Batterieforschung und -fertigung und kann technische Entwicklungen schnell vorantreiben. Wieder aufladbare Knopfzellen und Mikrobatterien basierend auf Nickel-Metallhydrid sind schon länger am Markt und werden zumeist als stabiles und robustes Industrie-Back-Up sowie in Consumer-Produkten mit einer langen Lebensdauer eingesetzt. Die nicht-wieder aufladbaren Lithium-Primärzellen besitzen eine sehr geringe Selbstentladung für lange Lagerzeiten und werden etwa in der Industrie und IoT-Umfeld für Datensicherheit und –übertragung genutzt. Entwicklungssprünge konnte Varta auf der embedded world für Lithium-Ionen-Akkus zeigen. Um 30 Prozent konnte der Batteriespezialist die Energiedichte seiner CoinPower-Serie innerhalb dieses Jahres erhöhen und möchte aufgrund positiver Marktprognosen seine Produktion erheblich ausbauen. »Wir haben die Wickeltechnologie auf Knopfzellen übertragen und konnten zusätzlich die Anzahl der Ladezyklen signifikant erhöhen«, erklärt Produktexperte Robert Hieber die Leistungsfähigkeit und die längere Lebensdauer. Eine höhere Energiedichte in kleineren Batterie-Abmessungen ist laut Hieber auch die weitere Ausrichtung: »Immer kleinere smarte Geräte mit immer mehr Features brauchen mehr Energie auf weniger Raum.«

TDK Lambda

TDK Lambda war ebenfalls in Halle 4A vertreten und zeigte sein breites Portfolio an AC-DC-Netzteilen und DC-DC-Wandlern für den Maschinenbau und die Medizintechnik. Der Leiter der deutschen Niederlassung Gianluca Palumbo-Keller unterstrich, wie wichtig Qualität und Teile-Verfügbarkeit gerade für lange Lebenszyklen ist. »Wir helfen, mit wenigen Komponenten ein gutes Design zu entwickeln, konform zu allen relevanten Sicherheits- und Branchenstandards.« Programmierbare Stromversorgungen waren ein Fokus am TDK Lambda-Stand. Das dynamische Testen, Messen und Steuern verschiedener Spannungen, Ströme und Leistungen ohne Konstante stuft Palumbo-Keller als Alleinstellungsmerkmal ein. Hunderte der Rack- oder Bench Mounts werden etwa zur Entmagnetisierung großer Schiffe eingesetzt. Als Trend sieht TDK-Lambda die Digitalisierung der Stromversorgung durch die embedded-Technologie. Sensoren und Mikrochips messen, sammeln Daten und überwachen in naher Zukunft Kondensatoren und weitere Stromversorgungskomponenten. 24/7-Analysen und vorausschauende Wartung werden damit die optimalen Bedingungen für eine lange Lebensdauer schaffen und den Ersatzzeitpunkt vorhersagen.

Systemtechnik Leber

Das Team von Systemtechnik Leber präsentierte im Herzen der Halle 4 mechatronische Antriebstechnik, Digitalelektronik, Feldbus- und Kommunikationstechnik, Leistungselektronik sowie individueller Stromversorgungen und Thyristorsteller. Herstellern von sensiblen Mess-, Prüf- und Laborgeräten bot das Unternehmen aus dem bayerischen Schwaig dieses Jahr eine Alternative zum linear geregelten Netzteil. Neben den eigenen Entwicklungen und Services vertreibt Leber als Teil der Burger-Gruppe jetzt Ultra Low Noise Primärschaltregler von Daitron. Ein weiteres Augenmerk legte Geschäftsführer Stefan Angele auf das Thema Sicherheit.  Neben Eigenprodukten wie Leistungssteller oder Netzteile ausgewählter Partner zeigte er Besuchern und Interessenten auch anschauliche Systems Engineering-Beispiele in Entwicklungsprojekten. Darunter Systeme zur Ansteuerung von BLDC- und DC-Motoren in der industriellen Steuerungstechnik, im Automotive-Bereich sowie im Bereich Consumer Electronics. Immerhin 45 von 55 Mitarbeitern beschäftigen sich laut Angele mit Entwicklungsaufgaben. Messebesucher konnten sich über neue Antriebsregelungssysteme kombiniert mit Secure Communication informieren sowie über Lösungen zur Nachrüstung bestehender Produkte mit Safety-Funktionen.